Full text : Die Textilindustrie sämtlicher Staaten

614

Britisch-Indien.  Textilindustrie.

Britisch  -Indien.

Ein-  und  Ausfuhr  im  Jahre  1912/13  *)  (Seehandel *  2 ).
In  Millionen  Mark.

Ein-  und  Ausfuhr
im  Jahre  1912/13

Die

ein-  und  ausgeführten  Waren  nach  dem
Stande  der  Verarbeitung

Ausfuhr

Einfuhr

Ausfuhr

Rohstoffe ­


Halbfabrikate ­


Fertigwaren ­


Rohstoffe ­


Halbfabrikate ­


Fertigwaren ­


Baumwolle

856,9

551,3

30,3

402,1

424,5

385,4

145,0

20,9

Wolle

44,1

39,3

2,8

2,7

38,6

35,8

—

3,5

Seide

65,0

6,7

23,5

5,6

35,9

5,7

—

1,0

Leinen

4,6

—

—

—

4,6

—

—

—

Jute

3,0

677,1

—

—

3,0

367,9

0,1

309,1

Konfektion

33,4

2,5

—

—

33,4

—

—

2,5

1  007,0

1  276,9

56,6

410,4

540,0

794,8

145,1

337,0

Die  gesamte  Ein-  und  Ausfuhr ­
  im  Seehandel  ohne
Edelmetalle  und  Regierungsgut ­
  beträgt  .  .

2  189,5

3  282,3

Der  Anteil  der  Textilindustrie ­
  am  Außenhandel
beträgt  demnach  .  .  .

Proz.
46

Proz.
38,9

Die  Ein-  und  Ausfuhrsummen  der  Textilindustrie  sind  sehr  bedeutend  und
ebenso  auch  der  Anteil  derselben  am  Gesamtaußenhandel  des  Landes,  nach
welchem  sich  beinahe  die  Hälfte  aller  Einfuhrwerte  und  38,9  Proz.  aller  Ausfuhrwerte ­
  auf  die  Textilindustrie  beziehen.
Es  ist  dabei  in  Betracht  zu  ziehen,  daß  Britisch-Indien  sehr  reich  an  Textilrohstoffen ­
  ist.  Mit  Jute  versorgt  es  die  ganze  AVelt  und  monopolisiert  diesen
Handel.  Nur  China  beginnt  in  den  letzten  Jahren,  sich  der  Juteproduktion  zu
widmen.  Die  Baumwollgewinnung  in  Britisch-Indien  ist  eine  außerordentlich
große;  von  der  gewonnenen  Baumwolle  wird  ungefähr  die  Hälfte  im  Inlande
verarbeitet,  die  andere  Hälfte  ausgeführt.
2 )  Vom  1.  April  1912  bis  31.  März  1913.
2 )  Bei  der  Ein-  und  Ausfuhr  konnten  nur  die  auf  dem  Seewege  ein-  und  ausgeführten
Mengen  berücksichtigt  werden,  während  der  Handel  auf  dem  Landwege  mangels  entsprechender
Unterlagen  nicht  einbezogen  wurde.  Der  ausgewiesenen  Gesamtsumme  nach  sind  indessen  die
Mengen  des  letzteren  unbedeutend,  da  mehr  als  95  Proz.  des  Gesamthandels  auf  dem  Seewege
vor  sich  geht.
            
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