Marokko.
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4,71 Mill. Mk.
Produktion der Textilindustrie.
Eine eigentliche Textilindustrie ist nicht vorhanden. Es werden nur ähn
lich wie in Algerien Kleidungsstücke aus Baumwolle und Wolle, sowie auch
Teppiche in ziemlichen Mengen hergestellt, die ausschließlich für den Inlands
bedarf dienen und nicht zur Ausfuhr gelangen. Ihr Produktionswert kann auf
ungefähr 8 Mill. Mark geschätzt werden.
Ein- und Ausfuhr von Textilwaren im Jahre 1912.
Zur Einfuhr gelangen zum größten Teil Baumwollstoffe, und zwar aus
England. Bemerkenswert ist die starke Einfuhr von gebleichten Baumwollstoffen,
die für Kleider, Wäsche und Matratzen Verwendung finden, und ferner von
geblümtem Musselin, der von den marokkanischen Frauen für Obergewänder
benutzt wird. Frankreich bzw. Pondichery, liefern hauptsächlich die sogenannten
„Salempores“, das sind mit Indigo tief bronzig gefärbte Baumwoll- und Leinen
gewebe, die im Süden für Kleider gebraucht werden. Deutschland ist an der
Einfuhr hauptsächlich mit wollenen Kleiderstoffen beteiligt.
Einfuhr.
Baumwoll waren.
Baumwollgarne 404 t
Gewebe, roh 222 t
„ gefärbt.
„ bedruckt
Musselin ....
Strumpfwaren . .
Sonstige Gewebe
England . .
Frankreich .
Deutschland
mit 27,6 Mill. Mk.
„ 1,9 *
„ 0,4 „
Spanien
Italien .
Wollwaren.
Garne
3 t
Teppiche, Möbelstoffe und Filze. . . .... .... . . . . .
Beteiligt an der Einfuhr von Wollwaren sind:
England . .
Österreich-Ungarn .
Deutschland mit 1,7 Mill. Mk.
Frankreich 0,5 „ „
Seidenwaren.
Rohseide (Grege)
134 t
Seidengewebe mit Wolle ,
H
0,90 Mill. Mk.
„
0,38 „
F
17,04 „ „
4,63 „ „
,,
1,77 ,, „
5,32 „ „
»
0,68 „ „
„
0,14 „
30,86 Mill. Mk.
; 0,3 Mill. Mk.
0,25 „ „
H
0,02 Mill. Mk.
F
3,25 „ „
„
0,20 „
3,47 Mill. Mk.
* * >»
0,4 ,, »
R
1,53 Mill. Mk.
F
1,28 „
„
1,90 „ „