§ 183. Größe der Consumtion.
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ungemein zusammenzudrängen pflegt, verlangsamt sich schließlich
wieder die Zunahme derselben in Folge erheblichen Anwachsens
der Bedürfnisse, gesteigerter wirthschaftlicher Vorsorglichkeit und
deshalb verschärfter Vorsicht beim Eingehen von Ehebündnissen,
erst späterer Verheirathung, minderer Fruchtbarkeit der Ehen re.
Umgekehrt tritt mit etwaigen Kulturrückschritten eine entsprechende
Bevölkerungsabnahme ein, da bei verfallenden Völkern einerseits
die unter den Reicheren waltende und deren Leben verkürzende
Ueppigkeit in Verbindung mit der aus ihr entspringenden
Abneigung gegen die Gebundenheit eines streng geregelten
Familienlebens deir lebenskräftigen Nachwuchs verringert, während
andererseits das sich unter den Massen verallgemeinernde
moralische und materielle Elend neben proletarischer Vermehrung
der Nachkommenschaft das Sterblichkeitsverhältniß bedeutend ver
schlechtert. Unverhältnißmäßigem Heranwachsen und dauerndem
Zugroßbleiben der Volksmenge wirken im Ganzen also anfänglich
überwiegend positive Hindernisse, in weit vorgeschrittener Zeit
hauptsächlich vorbeugende Hindernisse, und in sinkenden Zeiten diese
wie jene mittels ihrer in sittlicher Beziehung beklagenswerthesten
Einflüsse entgegen.
Eine größere Volksdichtigkeit ist demnach die sich
langsamer oder schneller heranbildende Folge vorgeschrittenerer
wirthschaftlicher Entwickelung, begünstigt zugleich, insofern die
Gesammtmasse der Menschen dabei zu vollerer Bedürfniß
befriedigung gelangt, das Weitergedeihen der Kultur, und erhöht
jedenfalls solange, als dieselbe sich nicht irgendwie dem Zustande
der Ucbcrvölkernng nähert, die Kraft und Macht der Völker,
obgleich zugegeben werden muß, daß bei schon dichter gewordener
Bevölkerung jede fernere Bevölkerungszunahme nicht mehr ebenso
förderlich wirkt, wie in noch wenig bevölkerten Ländern, und daß
ohne entferntes Vorhandensein allgemeiner Uebervölkerung örtlich
eine gleichsam theilweise (partielle) rücksichtlich einzelner Erwerbs
zweige zu entstehen vermag. Es wird deshalb auch meist
während der Zeiten, in denen leichtlich noch mehr arbeitskräftige
Menschen Unterhalt finden könnten, die Erlangung einer höheren
Einwohnerzahl als besonders wünschenswerth erachtet und dem
gemäß die Zunahme der Bevölkerung durch Nöthigung zum
Heirathen, Belohnung reichen Kindersegens, Herbeiziehung von
Einwanderern und Verhinderung der Auswanderung rc. zu
beschleunigen gesucht, wogegen in späterer Zeit der hier und da