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2300 unmittelbare Produktionsunternehmungen
Die landwirtschaftlichen Genossenschaftsorganisationen umfassen 2300 unmittelbare
landwirtschaftliche Produktionsunternehmungen. Hiervon waren
etwa
70 Prozent genossenschaftliche Obstgärtnereien,
20 Prozent genossenschaftliche Ackerwirtschaften und gepachtete
Landgüter und
10 Prozent Gemüsegärtnereien, Molkereien und Bienenzüchtereien.
Die Obstgärten umfassen zusammen eine Bodenfläche von 9000 Deßjatinen,
was etwa 3 Prozent sämtlicher Obstgärten der USSR. ausmacht. Genossenschaftliche
Ackerwirtschaften und gepachtete Landgüter erstrecken sich zusammen
auf eine Fläche von 14 000 Deßjatinen,
14 000 Kollektivwirtschaften
Gegenwärtig sind .14 057 Kollektivwirtschaften verschiedener Arten (Kommunen,
Artele, Landwirtschaftsvereine) vorhanden. In diesen Kollektivwirtschaften
sind 632 790 Mitglieder vereinigt. Die Kollektivwirtschaften bewirtschaften
zusammen 462 492 Deßjatinen Boden und verfügten über einen Viehstand
von 195 469 Stück Großvieh. Im Durchschnitt entfallen auf eine Kollektivwirtschaft
25 Mitglieder, 57 Familienmitglieder und 264 Deßjatinen Boden,
Im Vergleich zu der allgemeinen Zahl der Landwirtschaften ist die Zahl der
Kollektivwirtschaften noch gering. Doch die Bedeutung und der Einfluß der
Kollektivwirtschaften als anschauliche Musterwirtschaften ist groß. Der Fortgang
der Entwicklung ist
aus
folgender Zusammenstellung
zu ersehen:
1918 1919
1920
1922
1923
1924
Kommunen
912
1 961
1 892
3 120
1 804
1 683
Artele
—
3 605
7 722
10 185
7 294
7 842
Landwirtschafts vereine
—
622
886
2 514
3 840
4 532
Summa
912
6188
10 500
15 819
12 938
14 057
Bis Ende 1921 war ein stetiges Wachstum. In den ersten zwei Jahren der
Neuen ökonomischen Politik ist ein Stagnieren und ein Rückgang, Seit 1923
beginnt wieder ein Wachsen der Artele und Landwirtschaftsvereine, die ihrer
Form nach die einfachsten und den breiten Schichten der Bauernschaft zugänglichsten
Formen der kollektiven Bodenbewirtschaftung sind. Sowohl in wirtschaftlicher
Beziehung, als auch in organisatorischer Hinsicht sind die Kollektivwirtschaften
den individuellen Bauernwirtschaften überlegen, was in erster
Linie im höheren Durchschnittsertrag pro Deßjatine zum Ausdruck kommt, und
zwar für Ackerbau im Verhältnis 102 : 73, für Viehzucht 24 : 22.
4100 Unternehmungen zur Verarbeitung der Produkte
Hiervon gehören etwa 3500 den primären Genossenschaften, der Rest den
lokalen und zentralen Verbänden an. Ein großer Teil dieser Betriebe (3170) sind
Butter- und Käsefabriken. Die Jahresproduktion dieser Fabriken
beläuft sich auf eine Million Pud Molkereiprodukte mit einem Geldwerte von
15 Millionen Rubel. Eine zweite bedeutende Gruppe von Unternehmungen
dieser Art sind die Genossenschaftsmühlen, deren Zahl auf mehr
als 500 angegeben werden kann. Etwa ein Drittel davon sind große Mühlenunternehmungen,
die den Verbandsorganisationen gehören. Eine sehr wertvolle
Gruppe von Industriebetrieben der Landwirtschaftsgenossenschaften
bilden die Stärkefabriken der Kartoffelgenossenschaften.
In 60 Betrieben dieser Art wurde in der Saison 1923/1924 produziert: 1 Million
Pud nasse Stärke, 180 000 Pud trockene Stärke und 260 000 Pud Stärkesyrup.
Der Geldwert dieser Produktion beträgt rund 2 Millionen Rubel. Insgesamt
wurden im Betriebsjahr 1923/24 in den genossenschaftlichen Betrieben 4,9
Millionen Pud Kartoffeln verarbeitet, was 39 Prozent der Gesa m.t -
menge der in Sowjet-Rußland zur Verarbeitung gelangten Kartoffelmenge
gleichkommt.