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50 Prozent davon sind Leihstationen für land-
wirtschaftlicheMaschinenundGeräte,
12 Prozent sind Deckstationen für Viehzucht,
10 Prozent sind Musterwirtschaften, Versuchs
felder und Meliorationsinstitutionen.
Etwa ein Drittel davon sind von den staatlichen Landwirt
schaftsbehörden gepachtet.
Um ein Bild zu geben über den Umfang und die Arbeitsweise
dieser Agrikultureinrichtungen seien hier ein paar Einzelheiten an
geführt. Da sind zunächst die unter dem Namen „Agrobasis
bekannten Einrichtungen. Es sind dies kleineMusterwirt-
schaften, an deren Spitze ein geschulter Agronom steht. Sie
bewirtschaften in der Regel etwa 40 bis 50 Deßjatinen Bodens und
bilden das kulturelle Zentrum für alle Verbesserungen und
Neuerungen in der Landwirtschaft der betreffenden Gegend.
Kleinere Institutionen mit 2 bis 8 Deßjatinen Boden sind die Ver
suchsfelder, Mustergärten für Obst und Gemüse, Baumschulen.
Die Maschinenleihstationen haben im Durchschnitt etwa 9 bis 10
landwirtschaftliche Maschinen zur Verfügung. In den größeren
Viehzuchtstationen sind durchschnittlich je 25 Stück großes und
27 Stück kleines Rassenvieh vorhanden.
Sämtliche 4400 Agrikultureinrichtungen der primären Landwirtschafts
genossenschaften und ihrer Verbände ergeben folgendes Bildr Es sind darin
zirka 5000 Personen beschäftigt, darunter mindestens 350 bis 400 hochquali
fizierte Spezialisten, es sind 17 000 Deßjatinen Boden vorhanden, in 2000 Leih
stationen sind 20 000 landwirtschaftliche Maschinen und Geräte vorhanden, in
mehr als 500 Deckstationen über 600 Rassestiere und Hengste und 200 Stück
männliches Rassenkleinvieh eingestellt.
In den nächsten zwei Jahren soll, dem ausgearbeiteten Plane gemäß, die
Agrikulturtätigkeit der Landwirtschaftsgenossenschaften bedeutend erweitert
werden und auch die industriellen Eigenbetriebe sollen eine bedeutende Ver
mehrung erfahren.
Die Absatz- und Einkaufsorganisation unten
Die Tätigkeit der Landwirtschaftsgenossenschaften auf dem
Gebiete des Güteraustausches besteht hauptsächlich in der Organi
sation des genossenschaftlichen Absatzes der Erzeug
nisse der Bauernschaft, sowie in dem Einkauf zur Versorgung
der genossenschaftlich organisierten Bauernschaft mit den not
wendigen Produktionsmitteln. 1923 entfielen durchschnittlich auf
eine Genossenschaft ein Wareneinkauf von 4052 Rubel, eine
Warenabgabe von 2964 Rubel. Von Januar bis Dezember war der
Wareneinkauf auf das 6fache, die Warenabgabe auf das 7fache
gestiegen.
Von großer Bedeutung für die Absatzorganisation ist die
Innigkeit der wirtschaftlichen Verbindung
zwischen den Primärorganisationen und den höheren Verbänden.
Eine. Untersuchung des entsprechenden Materials von 708 land-