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Handwerk, Fabrik, Wirtschaft, Betrieb, Preis, Grundrente, Kapita
lismus usw.
2. Es wird eine möglichst große Reihe von Kausalzusammen
hängen in der Weise gebildet, daß mittels des isolierenden Verfahrens
die Wirkung bestimmter Ursachen (Motive) konsequent in Gedanken
verfolgt wird: Preisbildung, Grundrenten-, Lohn-, Profitbildung usw.
3. Es wird eine tunlichst große Masse von Einzelphänomenen
in Gedanken zu einer Einheit zusammengefügt entweder dadurch, daß
sie auf einen Zweck (diese auf andere usw.) bezogen werden: etwa
Organe des Staats, Funktionen des Handels usw. oder auf Motive
(diese wieder auf andere) zurückgeführt werden: etwa die Entstehung
der modernen Stadt aus den Interessen des Kapitalismus usw.
4. Letztlich werden reale Gestaltungslendenzen auszuweisen ver
sucht in der Weise, daß regelmäßig wiederkehrende Massenerscheinungen
auf eine konstant wirkende Triebkraft (etwa das Gewinnstreben des
kapitalistischen Unternehmers) zurückgeführt und somit (solange die
selbe Triebkraft weiter wirkt und dieselben Bedingungen auch sonst
erfüllt sind) als auch in Zukunft sich fortsetzende nachgewiesen werden:
etwa die Verelendungstheorie, die Akkumulations- oder Konzentrations
theorie. das „Gesetz" der fallenden Lohn-, der fallenden Export
quote usw.
Das „Gesetz" . . . Womit wir dann an das allerdelikateste
Problem gerührt haben, das die Wissenswissenschaft kennt. Wie
derum wird in der verschiedenen Bedeutung, die das „Gesetz" für
Natur- und Menschenwissenschaft hat, deren Grundverschiedenheit
selbst sich deutlich erkennen lassen.
Die Naturerforschung gipfelt im Gesetz: das Gesetz ist die Er
kenntnis. Das Gesetz, das heißt also: eine mathematische Formu
lierung, die die regelmäßige Aufeinanderfolge von Naturvorgängen