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In Seide verlieren wir den amerikanischen
Markt in gewissen Waren fast vollständig.
An Silk, Dress and piece goods z. B. importierte
die Union im Jahre 1893 für 13,47 Mill.
Dollars; darunter aus Deutschland für 5,11 Mill.
Doll. Selbst im Jahre 1897 importierten die Vereinigten
Staaten noch für 2,76 Mül. Dollars aus
Deutschland; im Jahre 1903 aber nur mehr für
1,27 Mill. Dollars. Japan schlägt uns hier aus
dem Felde; und wir haben nur den sehr schwachen
' Trost, daß unseren zwei Hauptkonkurrenten,
Frankreich und der Schweiz, das gleiche
Schicksal blüht. Die Union führte von den besagten
Waren ein:
im Jahre
insgesamt
aus Japan
Anteil in Proz.
1000 Dollars
1893
13.475
930
7
1898
10,495
1.503
14
1901
“,977
2,135
18
1902
13.625
3,842
29
1903
14,005
3,268
23
In Fabrikaten aus Wolle geht die Einfuhr
der Union aus Deutschland auf der ganzen Linie
zurück, in Wi rk waren sowohl (Einfuhr aus Deutschland
1893: 748000 Doll.; 1903: 361 OOO Doll.) als
in Tuchen (1893: 1 999000 Doll.; 1903: 1080000
Doll.) als in Konfektion (Einfuhr der Union in
Dress goods, womens and childrens’, aus Deutschland
im Jahre 1893: 4464000 Doll.; 1903: 1 125OOO
Doll.).
C.
Die deutsche Wollindustrie beklagt sich denn
auch bitter über den immer enger werdenden amerikanischen
Markt und fordert energische Maßregeln.
Ein Wollindustrieller des Westens meint:
»Nur durch Druck von außen kann der amerikanische
Senat dazu gebracht werden, in Verhandlungen
mit Deutschland einzutreten. Es muß eben mit
Kündigung gedroht und diese nötigenfalls dann
auch durchgeführt werden.« Der so spricht, ist
nicht procul negotiis, sondern am Handel mit der
Union hervorragend beteiligt; sein Umsatz mit
der Union beträgt jetzt noch (nach starkem Rückgang)
1 Mill. M.
Die Wollindustrie von Krimmitschau hat
das Geschäft nach drüben vollständig verloren. Ihr
erscheint es unverständlich, »wie Deutschland einem
Staate gegenüber, der rücksichtslos nur im Interesse
der Entwicklung seiner Industrie exorbitante Tarifsätze
einführt, keine Repressivmaßregeln ergreifen
kann. Das Mindeste wäre doch, daß solchen Staaten
nicht die Meistbegünstigung gewährt wird.«
Ein Wollindustrieller aus Gera, noch stark an
der Ausfuhr nach drüben beteiligt, glaubt, »daß