Full text : Die Entwicklung der Berliner Vorortgemeinde Kleinschönebeck-Fichtenau unter besonderer Berücksichtigung der Finanzen

Die  ordentlichen  Einnahmen  der  Gemeinde.

Vorbemerkung.
Habe  ich  im  ersten  Hauptstück  gezeigt,  wie  der  Aufgabenkreis  der
Gemeinde  sich  mit  der  Entwicklung  vergrößert  hat,  im  vorigen,  in
welcher  Weise  diese  Entwicklung  auf  die  Ausgaben  eingewirkt  und  stein ­
  verhältnismäßig  kurzer  Zeit  in  hohem  Myße  gesteigert  hat,  so  ist
es  diesem  Abschnitt  vorbehalten,  die  Einnahmen  der  Gemeinde,  die  als
Korrelat  der  Ausgaben  naturgemäß  auch  die  Tendenz  der  Steigerung
in  sich  tragen,  einer  kritischen  Betrachtung  zn  unterziehen.
An  ordentlichen  Einnahmen  jedes  öffentlichen  Haushalts  lassen  sich
6  Gruppen  unterscheiden:
1.  Erwerbseinkünfte,
2.  öffentliche  Anstaltseinküufte,
3.  Gebühren  und  Beiträge,
4.  Strafen  und  Bußen,
5.  Zahlungen  öffentlicher  Verbände  aneinander,
6.  Steuern.
Von  diesen  bleiben  die  Strafen  und  Bußen  unberücksichtigt,  weil
es  sich  hier  um  ganz  unerhebliche  Beträge  handelt,  die  bei  Schlichtung
kleinerer  Streitigkeiten  der  Armenkasse  zufallen  und  bereits  an  anderer
Stelle  Erwähnung  fanden.  Ebenfalls  waren  die  Zahlungen  öffentlicher
Verbände  außer  Betracht  zu  lassen,  da  Kleinschönebeck°F.  von  anderen
Gemeinden  keinerlei  Gelder  erhält  (Betriebsgemeinde),  die  Zuwendungen
des  Staates  bezw.  der  kommunalen  Körperschaften  höherer  Ordnung  in
Gestalt  von  Dotationen  (ohne  Rücksicht  auf  die  finanzielle  Leistungsfähigkeit) ­
  bereits  bei  den  betreffenden  Ausgabegebieten  angeführt  werden
niußten.
Unter  öffentlicheil  Austaltseinkünfteil  sind  die  Einnahmen  aus  solchen
Unternehmungen  zu  verstehen,  die  die  Gemeinde  aus  öffentlichem  Interesse
errichtete,  nicht  mit  Rücksicht  auf  größtmöglichen  Gewinn.  Obwohl  nun
die  Gemeinde  bei  der  Errichtung  der  Gasanstalt  mit  der  Hebung  dev
            
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