Full text : Die Entwicklung der Berliner Vorortgemeinde Kleinschönebeck-Fichtenau unter besonderer Berücksichtigung der Finanzen

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fcorf),  sodann  südöstlich  von  Kleinschönebeck'Fichtenau  die  Gemeinde
Erkner  zwischen  Dämeritz-  und  Flakensee  Zwischen  Erkner  und  Rahnsdorf ­
  die  Villenkolonie  Wilhelmshagen  und  Hessenwinkel  am  Dämeritzsee,
welches  wiederum  zur  Gemarkung  des  alten  Fischerdorfs  Rahnsdorf  an
der  Spree,  dicht  vor  dem  Einfluß  in  die  Müggel,  gehört.  Auf  Rahnsdvrfer
  Gebiet  liegt  ferner  mit  der  alten  Mühle  als  Mittelpunkt  die
kleine  Ansiedelung  Rahnsdorfermühle.
Aus  der  Tatsache,  daß  überall  in  der  Umgebung  von  Kleinschönebeck-F.
  Kolonieen  mit  landhausniäßiger  Bebauung  emporwachsen,  ist  ersichtlich, ­
  daß  die  beliebte  Ausflugsgegend  auch  zu  ständigem  Wohnsitz  reizt.
(Siehe  Übersichtskarte.)

II.  Flächeninhalt  und  Bevölkerung.
Der  Flächeninhalt  der  Gemarkung  Kleinschönebeck  betrug  nach  den
alten  Vermessungen  zwischen  1824—28  3434  Morgen,  159  QR. 1 )  —
877  ha  0  ar  und  27  qni  nach  heutiger  Berechnung.  Durch  die
neusten  Vermessungen  ist  jedoch  die  Fläche  auf  901.03.33  ha  festgestellt.
Das  im  Besitz  des  Gebietes  befindliche  Bauerndorf  war  in  seiner
Einwohnerzahl  nur  geringen  Schwankungen  unterworfen,  doch  hat  sich
bei  der  Seßhaftigkeit  der  Bevölkerung  eine  stetige  Steigerung  durchgesetzt, ­
  die  allerdings  durch  Abwanderung  in  engsten  Schranken  gehalten  wurde.
Im  Anfang  des  vorigen  Jahrhunderts  bestand  die  Bevölkerung
ausschließlich  aus  Bauern,  Kossäten,  Büdnern,  dem  Schniied  und  dem
zugehörigen  Dienstpersonal,  denen  sich  in  den  60er  Jahren  Schlächter,
Bäcker,  Kolonialwarenhändler  zugesellten,  die  den  landwirtschaftlichen
Charakter  des  Dorfes  aber  nicht  beeinträchtigen.  In  den  folgenden
Jahrzehnten  findet  sich  bereits  ein  Steigen  der  Bevölkerung  durch  kleinere
Gewerbetreibende,  welche  sich  nicht  in  der  alten  Dorfstraße,  sondern
einer  Nebenstraße,  der  Woltersdorfer  Straße,  ansiedelten.  Etwas  abseits
vom  Dorfe  errichteten  dann  auf  dem  sogenannten  Ausbau  ein  Tischler
und  ein  Zimmermeister  Gebäude,  denen  dann  im  Laufe  der  Jahre  noch
einzelne  Häuser  folgten.
Eine  merkliche  Zunahme  der  Bevölkerung  bringen  jedoch  erst  die
90er  Jahre  vorigen  Jahrhunderts,  in  denen  aus  dem  Dorfe  mit  vorwiegend ­
  ländlicher  Bevölkerung  ein  Berliner  Vorort  wurde.
Die  näheren  Daten  stehen  uns  erst  vom  Jahre  1871  aus  dem
Gemeindelexikon  für  den  Stadtkreis  Berlin  und  die  Provinz  Branden-0
  Morgen  eigentlich  soviel  Areal,  als  ein  Mann  mit  einem  gewöhnlichen
Gespann  vom  Morgen  bis  zum  Abend  zu  bearbeiten  imstande  ist,  ein  da  —  8,91.662
preuß.  Morgen  —  2,92.490  bayr.  Tagewerk.
            
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