Full text: Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

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I. Geschäftliche Versicherung. 
Übertrag: 124 021 Mk. 
1908 auf 221 „ 
1909 6 770 „ 
1910 10 738 „ 
141 750 Mk. 
d. h. im Durchschnitt Pro Jahr auf 23 625 „ 
Dem standen gegenüber insgesamt 11 845 Mk. Kursgewinne oder 
im Durchschnitt Pro Jahr 1974 Mk., so daß bei einer durchschnittlichen 
Kapitalanlage von 2 616 233 Mk. 0,83 % des Kapitals durchschnittlich 
pro Jahr als Verlust zu buchen waren. 
Die vorstehenden Ausführungen waren notwendig, um bei Ver 
gleichen zwischen den von der Hagelversicherung und anderen Versicherungs 
zweigen erhobenen und geleisteten Summen darüber keinen Zweifel auf 
kommen zu lassen, daß das bisherige starke Schwanken der Prämienbeträge 
in den verschiedenen Jahren zu einem kleinen Teile sicherlich durch eine 
rationellere Bewertung der Einzelrisiken und eine damit zusammen 
hängende versorgende Finanzpolitik vermieden werden könnte, daß also 
die Erfahrung der letzten dreißig Jahre keine Schlüsse auf notwendige 
gleichartige Entwickelung in der Zukunft gestattet. Allerdings wird sich 
auch eine ungefähre Gleichmäßigkeit in absehbarer Zeit und bei gleich 
verheerenden Elementarerscheinungen wie in den Jahren 1905—1908 
und 1910 niemals erreichen lassen. Die Fluktuation der Vorprämien 
und Nachschußprämien und der Umlagebeiträge wird alljährlich Ver 
schiebungen hervorrufen, während nur etwa die feste Prämie stetigere 
Entwickelung zeigen kann (s. die Tabelle auf S. 125). 
Die Differenz zwischen dem niedrigsten und höchsten Beitrag für 
den behandelten Zeitraum betrug bei den festen Prämien der Aktien 
gesellschaften 25 Pf., bei der Bayerischen Landesanstalt 81 Pf., bei den 
territorialen Vorprämien- und Nachschußgesellschaften 138 Pf., bei den 
territorialen Umlageinstituten 137 Pf. Zwischen zwei aufeinanderfolgenden 
Jahren zeigten die Umlageinstitute das größte Schwanken, 1 Pf. war die 
niedrigste, 186 Pf. die höchste Spannung, es schließen sich die Vorprämien- 
uud Nachschußgesellschasten mit 124 Pf. als höchster Differenz an, dann 
folgt die Bayerische Landesanstalt mit 30 Pf. Spannungmaximum, zuletzt 
erst folgen die Aktiengesellschaften mit nur 9 Pf. Differenz und sonst sirl) 
gleichbleibender Prämienerhebung. Große Schwankungen wirken natur 
gemäß auf den Versicherungsnehmer zurück. Er muß bei unerwarteten 
Mehrforderungen in einzelnen Jahren einen Teil des Ernteertrages
	        
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