Full text: Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

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I. Geschäftliche Versicherung. 
Versicherern auf deren Rückversicherer und von diesen wieder auf deren 
Retrozessionäre usw. 
Wieviel von der Prämieneinnahme hierbei auf jede einzelne der 
hier in Betracht kommenden, möglicherweise ziemlich zahlreichen Gesell 
schaften, entfällt, ließe sich nur mit außerordentlich großen Schwierig 
keiten feststellen. Bei der aus anderen Gründen zweckmäßigen, ja not 
wendigen Jnternationalität des Rückversicherungsgeschäfts (übrigens auch 
schon zufolge der Beteiligung von acht ausländischen Direktversicherern 
mit 16,02 Millionen an der angegebenen Prämieneinnahme), fließt 
zweifellos ein mehr oder minder großer Teil dieser Prämieneinnahme 
auch ins Ausland ab (wozu, um einer falschen Auffassung vorzubeugen, 
gleich vorweg bemerkt sei, daß umgekehrt auch vom Auslande große 
Prämieneinnahmen, nicht nur aus dem direkten Geschäft, sondern ins 
besondere im Wege der Rückversicherung nach Deutschland fließen; man 
denke hier nur au eine Gesellschaft, wie die Münchener Rückversicherungs' 
Aktiengesellschaft mit einer Einnahme an Rückversicherungsprämien 
1909/1910 von 166 631 730 Mk. \ die selbstverständlich nicht alle aus 
Deutschland fließen). Lediglich für die deutschen Direktversicherer läßt 
sich ohne weiteres feststellen, was sie von der auf sie treffenden Prämien 
einnahme zu 85,51 behalten und was sie an ihre Rückversicherer weiter 
gegeben haben; letzteres sind, wie oben schon bemerkt, im ganzen 
18 200 059 Mk. 
Die deutschen Rückversicherungsunternehmungen, von denen in der 
Unfall- und Haftpflichtversicherung 14 für das Jahr 1909 in Frage 
kommen, weisen aus ihrem Gesamt- (also nicht bloß ihrem deutschen) 
Rückversicherungsgeschäft in Unfall und Haftpflicht eine Prämieneinnahme 
von 24 631 967 Mk. auf, wovon 21 396 709 Mk. für eigene Rechnung. 
Etwas anders erscheinen die bisher angeführten Ziffern in den 
Betriebsrechnungen der Gesellschaften. Hier finden wir für 1909 
lediglich eine Prämieneinnahme der deutschen Direktversicherer von 
82 725 957 Mk. gegenüber der oben angegebenen Von 85 510 325 Mk. 2 . 
Diese Erscheinung erklärt sich daraus, daß in die Betriebsrechnung 
für das Geschäftsjahr nicht der Betrag der tatsächlich vereinnahmten Prämie 
einzustellen ist, sondern derselbe (soweit Bersicherungs- und Geschäftsjahr 
nicht übereinstimmen) nur mit einem entsprechenden Teil als Betriebs 
einnahme des Geschäftsjahres betrachtet werden kann, mit einem anderen 
* 1910/1911: 176 320 852 Mk. 
2 1910: 90584232 Mk. gegenüber 92176598 Mk.
	        
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