Full text : Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

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I.  Geschäftliche  Versicherung.

1.  Arbeiterunfallversicherung  mit  .  .  .  926193  Mk.  Prämie
2.  Beamte,  Kaufleute  usw.  mit  ...  1  553  654  „  „
3.  Kollektiv-Unfallversicherung  mit  .  .  958  115  „  „
4.  Militär-Unfallversicherung  mit  .  .  .1591  505  „  „
Also  nur  eine  Gruppierung  in  ganz  großen  Klassen,  die  noch  keinen
sicheren  Schluß  in  der  gewünschten  Richtung  im  einzelnen  zulassen.
Einen  zuverlässigeren  Anhalt  gewährt  uns  hier  eine  Statistik  des
Unfallversicherungsverbandes,  der  wir  allerdings  auch  nicht  die  für  das
einschlägige  Gesamtgeschäft  genau  zutreffenden  Zahlen  entnehmen  können.
Insbesondere  erstreckt  sich  diese  Statistik  nur  auf  Einzelunfallversicherung,
nicht  aber  auch  auf  Kollektivunfallversicherung,  ferner  nicht  auf  sogenannte
Reiseunfallversicherung  in  ihren  verschiedenen  Arten  und  anderes.  Indessen ­
  kommt  dieser  Statistik  wegen  der  großen  Anzahl  an  ihr  beteiligter
in  Deutschland  tätiger  Gesellschaften  und  mit  Rücksicht  darauf,  daß  es
uns  Vorliegendenfalls  in  erster  Linie  doch  darum  zu  tun  ist,  die  Beteiligung ­
  der  von  den  einzelnen  Versicherten  selbst  für  sich  bezahlten
Prämien  festzustellen  (während  bei  Kollektivversicherung  die  Prämien  häufig,
oder  Wohl  sogar  in  der  Regel  nicht  vom  Versicherten  selbst,  sondern  z.  B.
von  seinem  Arbeitgeber,  einem  Verein,  einer  Anstalt  usw.  bezahlt  werden),
doch  für  die  hier  zur  Untersuchung  stehende  Frage  eine  ganz  erhebliche
Bedeutung  zu,  um  so  mehr  als  ein  anderer,  zu  nur  einigermaßen  ähnlich
brauchbaren  Ergebnissen  führender  Weg,  soweit  ich  sehe,  nicht  zur  Verfügung ­
  steht.
Vorab  sei  bemerkt,  um  Mißverständnissen  gegenüber  dem  sich  im
folgenden  ergebenden,  im  Vergleich  mit  den  Gesamtprämieneinnahmen
für  Unfallversicherung  in  1909  aus  den  ersten  Blick  befremdend  niedrigen
Prämienbetrag  vorzubeugen,  daß  in  den  aufgeführten  Beträgen  keinerlei
Zuschläge  für  Sports,  Nebenbeschäftigungen  u.  dgl.  enthalten  sind,  sondern
lediglich  die  reinen  Tarifprämien  derjenigen  Gefahrenklasse,  in  welche  der
Versicherte  nach  seinem  Berns  eingereiht  ist.  Auch  die  Kollektivunfallversicherung ­
  und  anderes  fehlt,  wie  bereits  einmal  bemerkt,  darin  und
ebenso,  wie  kaum  einer  Hervorhebung  bedarf,  die  von  den  betreffenden
Gesellschaften  nicht  direkt  abgeschlossenen,  sondern  lediglich  in  Rückversicherung ­
  übernommenen  Versicherungen.
Dies  vorausgeschickt,  fassen  wir  die  in  jener  Statistik  enthaltenen
zahlreichen  (129)  Berufsklassen  in  Berufsgruppen  zusammen  nach  folgender
Übersicht:
            
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