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der Selbstkosten, die aber einen jährlich steigenden Gewinn übrig
lassen. Unter den Selbstkosten steigen die Rohstoffpreise am
schnellsten.
I
.Indes
zahlen
II.
Proze
ntzahl
en
1903
1904
1905
1906
1903
1904
1905
1906
Umsatz . . .
100
126,5
257,9
310,5
_
'
___
Selbstkosten . .
100
137,0
225,0
340,0
100,0
100,0
100,0
100,0
Rohstoffe . . .
100
149,5
261,0
350,9
60,1
65,7
69,6
73,4
Arbeitslöhne. .
100
126,5
218,9
250,5
19,5
17,9
18,9
17,0
Generalkosten .
100
117,3
119,0
126,7
11,2
9,6
5,9
4,9
Betriebskosten .
100
101,7
136,0
146,8
9,2
6,8
5,6
4,7
Die Prozentzahlen, — d. h. die auf die Summe der Selbst
kosten bezogenen Verhältniszahlen der einzelnen Kosten teile —
bringen die tatsächlichen Verhältnisse des Betriebes noch deutlicher«
zum Ausdruck. Es ist zu erkennen, daß der Anteil des Rohstoff
wertes an den Selbstkosten stetig steigt, die allgemeinen Kosten
stetig sinken.
Die Beobachtungsperiode ist zu kurz, um ein abschließendes
Urteil zu gestatten. Die Darstellung hat den Zweck, die Vorzüge
der Umwandlung der absoluten Zahlen einer Kosten
statistik in Verhältniszahlen zu beweisen 1 ).
IV. Noch einige Worte über die Systematik der Ver
rechnung. Man kann bei der Einrichtung der Selbstkostenbe
rechnung im wesentlichen zwei Methoden wählen:
1. Das Rohmaterial, das den Gegenstand der Bearbeitung bildet,
wird in die Selbstkostenberechnung einbezogen.
2. Oder man berechnet nur die Kosten der Veredlung, der
Fabrikation im engeren Sinn mit Einschluß der Generalkosten. Man
hat dann dem Einkaufs-, Markt-, Grund- oder Verrechnungspreis des
Rohstoffes die Herstellungskosten zuzurechnen. Diese Methode ist
anwendbar in Unternehmungen mit Massenproduktion gleichförmiger
Waren, deren Rohstoffe häufigen Preisschwankungen unterworfen
sind, z. B. Kupferwalzwerken 2 ).
Ist die Gewinnung eines Rohstoffes Selbstzweck der Unter
nehmung (z. B. Bergbau, Ziegelei), dann sind die Kosten der Ge
winnung identisch mit den Selbstkosten; Rohstoffkosten kommen
nicht in Frage.
') Vgl. auch Calmes, Statistik, S. 38 f.
2 ) Vgl. das Beispiel S. 83.