Full text : Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

204  II.  öffentliche  Versicherung.

Versicherung  sind  in  der  folgenden  Übersicht  noch  einmal  tabellarisch
zusammengestellt.
Es  wurden  aufgewendet  (in  Millionen  Mark):

für  Invaliden ­
 ­


für
Krantenrenten


für
Altersrenten ­


für  Beitrags ­
 ­


für  Heilverfahren ­


für  außerordentliche ­

Leistungen

für  Jnvaliden-



insgesamt

1332

29

438

105

153

6,6

3,7

davon  1895

20,8

27,3

1,9

1,2

„  1900

53,6

0,6

26,2

6,6

5,6

0,07

0,01

„  1905

114,3

3,1

19,8

8,2

12,2

0,6

0,3

„  1910

145,6

3,4

15

9,4

21

1,5

0.7

5.  Bennögensanlage.
Die  Vermögensbildung  in  der  Invalidenversicherung  hat  von
Anfang  an  besondere  Aufmerksamkeit  erweckt.  Das  erklärt  sich  aus  der
Höhe  und  der  Schnelligkeit  der  Kapitalansammlung  und  aus  der  Art
der  Vermögensanlage.
Das  gesamte  Vermögen  der  Versicherungsanstalten  und  Sonderkassen
belief  sich  (ohne  Berücksichtigung  des  Inventars,  das  in  der  S.  181  genannten ­
  Summe  mit  eingerechnet  worden  ist)
Ende  1892  auf  163  Millionen  Mark,
,.  1896  „  499
„  1900  „  846
„  1905  „  1237
„  1910  „  1662
Es  hat  sich  also  mit  ziemlicher  Regelmäßigkeit  vermehrt:  in  den
beiden  ersten  (vierjährigen)  Abschnitten  um  336  bzw.  347  Mill.  Mk.,  in
den  letzten  (fünfjährigen)  Abschnitten  um  391  bzw.  425  Mill.  Mk.
Dementsprechend  haben  auch  die  Vermögenserträgnisse  im  Haushalte  der
Versicherung  an  Bedeutung  zugenommen.  Vergleicht  man  die  Beitragseinnahme ­
  mit  den  Zins-  und  Mieteinnahmen  in  der  Übersicht  auf  S.  181,
so  waren  von  je  1000  Mk.  eigener  Einnahme
1892  :  963  Mk.  Versicherungsbeiträge  und  37  Mk.  Vermögensertrügnisse

und  1896  :  877  „  „  123
dagegen  1900  :  826  „  „  „  174
1905  :  796  „  „  „  204
1910  :  777  „  „  „  223

Aber  die  Vermögensbildung  geht  doch  nicht  mit  solcher  Schnelligkeit ­
  und  Jntensivität  vor  sich,  wie  man  bei  oberflächlicher  Betrachtung
anzunehmen  geneigt  ist.  Trotz  der  großen  Steigerung  der  jährlichen
            
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