Full text : Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

Mewes,  Reichsinvalidenversicherung.

215

1897

1900

1905

1910

I  •  für  Arbeiter-  (Familien-)  Wohnungen

12

78

151

301

also  Zunahme  in  der  Periode

—

66

73

150

2.  für  Krankenhäuser  u.  dgl.,  zur  Förderung  der
öffentlichen  Gesundheitspflege,  für  Volksbildungszwecke, ­
  für  Ledigenheime  u.  dgl.  und  für  sonstige
Wohlfahrtseinrichtungen

6

54

210

466

also  Zunahme  in  der  abgelaufenen  Periode  ■

—

48

156

256

3.  für  landwirtschaftliche  Kreditbedürfnisse  ....

13

55

76

106

also  Zunahme  in  der  abgelaufenen  Periode  .

—

42

19

30

Bei  dieser  Sachlage  ist  es  schließlich  auch  von  Interesse,  die  Einwirkung ­
  dieser  Anlagepolitik  auf  das  Zinserträgnis  zu  untersuchen.
Das  letztere  betrug  für  die  Vermögen  sämtlicher  Landesversicherungsanstalten
durchschnittlich  3,57  °/o,  für  diejenigen  der  Sonderkassen  3,64  °/o  und  für
die  Gesamtheit  aller  Versicherungsträger  ebenfalls  3,57  °/o.  Im  ersten
Jahrzehnt  ist  der  Zinsertrag  von  3,67  °/o  auf  3,49  und  3,50  °/o  gesunken ­
  ;  er  hat  sich  dann  mit  mehrfachen  kleinen  Schwankungen  wieder
auf  3,54  0/o  und  schließlich  3,57  °/o  gehoben.  Von  welchem  Einflüsse  die
verschiedenen  Arten  der  Kapitalanlage  aus  das  Zustandekommen  dieses
Durchschnittssatzes  sind,  ergibt  sich  aus  folgender  Gegenüberstellung:
Die  im  Vermögen  der  Versicherungsträger  befindlichen
Reichsanleihen  ergaben  1910  ein  durchschnittliches  Zinserträgnis
von  3,45  0/0  des  Ankaufspreises,
die  Staatsanleihen  ein  solches  von  3,48%,
„  Kommunalpapiere  u.  dgl.  3,540/o,
„  (Schuldschein-)  Darlehen  an  Gemeinden  usw.  3,68°/o,
„  Hypothekendarlehen  u.  dgl.  3,49°/o,
„  Sparkasseneinlagen  schließlich  3,21%.
Am  schwersten  fällt  bei  der  Höhe  der  ausgeliehenen  Summen  der
niedrige  Zinsertrag  der  sogenannten  Hypothekendarlehen  und  dergleichen
ins  Gewicht,  die  —  wie  oben  schon  erwähnt  —  so  gut  wie  ganz  für  gemeinnützige ­
  Zwecke  bestimmt  sind.  Noch  geringer  allerdings  ist  dem  Prozentsätze ­
  nach  das  Zinserträgnis  der  Reichs-  und  Staatspapiere  gewesen;
und  in  dem  erheblichen  Unterschiede,  der  da  zwischen  diesem  und  dem
Zinserträge  der  Kommunalanleihen  und  Kommunaldarlehen  zu  erkennen
ist,  liegt  auch  der  Hauptgrund  dafür,  daß  die  Versicherungsanstalten  sich
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.