E. Jüngst, Die Knappschaftskassen,
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Vsrsicherungsleistmigen im
Berhältntz zu den Beiträgen
1860 104,62 °/o
1870 93,89 °/o
1880 92,82 °/o
1890 85,67%
1900 81,18%
1905 88,61%
1909 70,05 %
Wertvoll ist auch die Feststellung des Verhältnisses der Verwaltungs
kosten zu der Gesamteinnahme und der Gesamtausgabe, worüber die
folgende Tabelle Ausschluß gibt.
Es stellte sich das Verhältnis der Verwaltnngskosten bei den preußi
schen Knappschaftsvereinen zu der:
Ge-
Ge-
Ge-
Ge-
Jahr
samteinnahme
samtausgabe
samteinnahme
samtausgabe
in der Krankenkasse
in der Pensionskasse
°/o
%
oIo
%
1908
3,40
3,95
1,99
3,68
1909
3,44
3,83
2,09
3,80
1910
3,79
4,26
2,25
4,04
Das Verhältnis von Einnahme und Ausgabe ergibt Verlust oder
Überschuß, auf welch letzterem sich das Vermögen aufbaut.
Wie der Überschuß sich im Laufe der letzten 2 Jahrzehnte bei den
Knappschaftsvereinen in Preußen und im Reiche entwickelt hat, zeigt die
obenstehende Tabelle auf S. 264.
Das Vermögen der Knappschaftsvereine zeigt eine der Gestaltung
des Überschusses entsprechende Entwicklung. (Siehe die untenstehende
Tabelle auf S. 264.)
Gegen 1891 weist es in 1910 einen Zuwachs von 266 Mill. Mk.
auf, das bedeutet eine Steigerung aus annähernd das Fünfeinhalbfache.
Fast die Hälfte dieses Zuwachses entfällt auf die Jahre 1907—1910
und ist im wesentlichen als die Folge der preußischen Knappschaftsnovelle
von 1906 anzusehen. Das durchschnittliche Vermögen des einzelnen Ver
eins hat sich von 430 000 Mk. in 1891 auf 2,78 Mill. Mk. in 1910,
mithin auf mehr als das Sechsfache gehoben, auf ein Mitglied ergibt
sich ein Vermögenszuwachs um 214 Mk. oder 167 %.