Full text: Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage

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ihr Ansehen nicht im mindesten schädigen. Eine, wenn auch 
noch so begründete ungünstige Kritik der Regierungsthätigkeiten 
würde also rein unmöglich sein. 
Ebenso illusorisch dürfte sich das freie Versammlungsrccht 
erweisen, denn ohne dieses Recht irgendwie zu bestreiten, würden 
wahrscheinlich die Leiter des Staates, denen ja als General 
besitzer sämmtlicher Boden- und Häusergrundstücke über diese 
das alleinige Verfügungsrecht zusteht, unter nicht schwer auf- 
zusindenden Vorwänden die Dispositionsstellung der zu Volks 
versammlungen erlangten Räumlichkeiten ablehnen. 
Würden sich die Regierten auf die Dauer eine solche der 
Vernichtung gleichkommenden ungeheuerliche Einschnürung der 
Preß- und Versammlungsfreiheit gefallen lassen? Gewiß nicht! 
8. Im Zukunftsstaate würde es in Folge der Verallgemeinerung 
der Bildung weit mehr Gebildete geben, als Leiter der in Ge 
nossenschaften aufgelösten Arbeit gebraucht werden. Alle diese 
Leute wollen vermöge ihrer Bildung lieber Staatsbeamte sein, 
als mit Kelle, Schaufel, Axt und Pflug hantiren und sowohl 
diejenigen, welche kein Staatsamt erhalten können, als auch 
Alle, welche sich schlechterdings nur zu Handarbeiten eignen, 
werden jene beneiden, welche Beamte geworden sind, und 
unzufrieden sein. 
Und wv bleibt da im freien Volksstaatc die versprochene 
persönliche Freiheit, wenn die vielen überschüssigen gebildeten 
und klugen Leute zu körperlichen oder rein mechanischen Arbeiten 
gezwungen und commandirt werden, wenn sie leben wollen? 
9. Wie wollen die betreffenden Beamten des Volksstaats die 
enorme sociale Buchhaltung bewältigen? Wie vermöchten sie 
die ungleichen Arbeiten richtig nach socialen Arbeitszeit-Einheiten 
abzuschätzen? Wie könnten sie eine öffentlich rechtliche Gliederung 
der National-Arbeit zu einem mit dem Collcctionscapital aus 
gerüsteten riesenhaften, gesellschaftlichen Arbeitskörper, namentlich 
gesellschaftliche Sammlung, Lagerung und Transportirung aller
	        
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