Full text: Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

360 Heinz Potthoff. 
lich ändern. Die öffentlichen Feucrversicherungsanstalten haben einen 
großen Teil ihres Vermögens, etwa die Hälfte, in Staatspapieren, und 
zwar vorwiegend in Anleihen des Bundesstaates, dem sie zugehören, 
angelegt. Bei der engen Verbindung der Anstaltsleitung mit der 
Staatsregierung ist wohl anzunehmen, daß diese Art der Anlage auch 
künftig beibehalten werden wird. Die öffentliche Lebensversicherung hat 
die satzungsgemäße Verpflichtung auf Anlage eines Viertels ihres Ver- 
rnögens in Reichs- und Staatsanleihen. Die mutmaßlichen Zahlen über den 
Bestand der Versicherungszweige sind in der Übersicht 9 dargestellt. 
Übersicht 9: Mutmaßliche Anlagen in Staatsanleihen. 
(In Millionen Mark.) 
Versicherungszweig 
Vermögen 
1910 
Bestand an 
Staats 
anleihen 
Vermö 
genszu 
wachs bis 
1920 
Zuwachs 
an Staats 
anleihen 
Reichskrankenversicherung 
268 
77 
232 
67 
Knappschaftskassen 
325 
40 
275 
100 
Öffentliche Lebensversicherung 
— 
— 
100 
25 
öffentliche Feuerversicherung 
253 
150 
147 
90 
Große Bedeutung würde es natürlich haben, wenn der Plan einer 
Ausdehnung des Anlagezwanges auf die Privatversicherung durchgeführt 
würde. Hier ist gegenwärtig noch nicht ein Zehntel des Vermögens in 
Reichs- und Staatsanleihen vorhanden. Eine Pflicht zur Erhöhung 
dieses Bestandes auf mindestens ein Viertel würde für das nächste Jahr 
zehnt eine Anschaffung von lüs—2 Milliarden Mark bedeuten können. 
Näheres ergibt die Übersicht 10. 
Übersicht 10: Staatsanleihen und geschäftliche Versicherung. 
(In Millionen Mark.) 
Vcrsicherungszwcig 
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S 
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G 
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SSf: 
l §a 
Lebensversicherung 
1125 
67 
1058 
2500 
625 
1683 
Unfall- u. Haftpflichtversicherung . 
170 
43 
20 
23 
80 
20 
43 
Sachschadenversicherung 
420 
105 
68 
37 
180 
45 
82 
Vieh- u. Hagelversicherung . . . 
28 
7 
13 
— 
22 
6 
— 
Transportversicherung 
144 
36 
? 
? 
56 
14 
25 
Rückversicherung 
280 
70 
80 
— 
200 
50 
40
	        
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