Full text: Grundfragen der englischen Volkswirtschaft

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Dr. Theodor Vogelstein. 
flechtungen entsprechender wäre, als die einseitige Richtung mono 
polistischer Art, die, von den Erfolgen einzelner Industrien aus 
gehend, heute das gesamte deutsche Wirtschaftsleben zu beherrschen 
beginnt. Die Nationalökonomie der zweiten Hälfte des 19. Jahr 
hunderts hat ein großes Verdienst, nämlich erkannt zu haben, daß 
Organisationsformen abhängig sind und zweckmäßigerweise ab 
hängig sein müssen vonjden gesamten wirtschaftlichen Verhältnissen, 
zumal den Marktverhältnissen. 
Es scheint fast, als wenn die Praxis heute doktrinärer wäre als 
die Theorie, wenigstens bei uns in Deutschland, und eine gleich 
mäßige, man möchte fast sagen, naturgemäße Vorzüglichkeit einer 
einzigen Organisationsform für die gesamte Industrie propagierte. 
Wenn die Praxis sonst nichts von der Theorie zu lernen vermag, so 
doch vielleicht eines: den Wert des Zweifels. 
Literatur: 
G. von Schulze-Gävernitz, Der Großbetrieb, ein wirtschaftlicher und sozialer 
Fortschritt. Leipzig 1892. 
Chapman, The Lancashire Cotton Industry. Manchester 1904. 
Clapham, The Wollen and Worsted Industries. London s. a. (1907). 
Macrosty, Das Trustwesen in der britischen Industrie. Berlin 1910. (Original 
London 1906.) 
Hermann Levy, Monopole, Kartelle und Trusts. Jena 1909. 
Vogelstein: Kapitalistische Organisationsformen in der modernen Großindustrie. 
Bd. I. Organisationsformen der Eisenindustrie und Textilindustrie in Eng 
land und Amerika. Leipzig 1910. 
Bd. II. Zur Theorie der industriellen Integration und des industriellen Mono 
pols (erscheint Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres). 
Vgl. auch meine Aufsätze in dem «Lehrbuch der Sozialökonomik», das 
unter der Leitung Max Webers in wenigen Monaten zu erscheinen beginnt.
	        
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