Mir
Zritungbankiers.
Die Bankiers der guten alten Zeit waren ihrer
Kundschaft nicht bloß Vermittler beim An- und Verkauf
von Wertpapieren, sondern auch Berater in allen finanziellen
Angelegenheiten. Und ein großer Teil des kapitalanlegenden
Publikums vermißt, so kulant und zuvorkommend
es auch immer bei den Banken bedient werden
Mag, doch das eine, daß sie, in der großen kundenschar
der Aktieninstitute mehr oder weniger zur Nummer geworden,
die individuellen Ratschläge entbehren müssen.
Dieser Vorzug des Privatbankiers fesselt denn auch
immerhin noch eine ganze Reihe von Leuten an die
Weinen Bankgeschäfte. Von altersher haben Bankiers
versucht, diese Ratgebertätigkeit zur Reklame und zur
Gewinnung von Kunden auszunutzen. Die seinen Bankhäuser
pflegten in der Regel einmal wöchentlich einen
Bericht zu verfassen, der, um zahlreichen Einzelkorrespondenzen
vorzubeugen, die Meinung des Bankiers über
die Börsentendenz im allgemeinen der Kundschaft mitlitte.
Pfiffige Elemente griffen diesen guten Brauch, der
auch fjeute noch besteht, aus, ließen diese Berichte in einer
Poßen Anzahl von Exemplaren drucken und versandten
he wöchentlich außer an ihre Kundschaft an Hunderte, ja
an Tausende von Adressen, die sie sich nach verschiedenen
öllssbüchern zusammenstellten. Dieser Weg muß sich als