Voraussetzung A.
3. Fall: England: Tuch: Leinen = 100: 100.
Deutschland: Tuch: Leinen = 100: 200.
(z8. Kapitel, $ 7, Anm. zı.)
Dieser Fall bietet, wie wir schon im Text erwähnten, gewisse
Schwierigkeiten. Die Voraussetzungen bezüglich der inländischen
Relationen sind dieselben. Deutschland fragt dagegen 1200000
Tuch nach, während England nur 1000000 Tuch anbietet. Die
Relation ist nach Eröffnung
des internationalen Handels = 100
| :200 bzw. 1000000:2000000 (P).
N BAD.
$ Den Rest der deutschen Nach-
"2000000 PY frage wird Deutschland selbst be-
friedigen, indem es nicht alle Pro-
duktionsmittel aus der Tuchindustrie
' herauszieht. Mill ist nun der An-
sicht ($ 7, Anın. S. 146), daß dieses
10000007 x Verhältnis nicht bestehen bleiben
7 wird. England wird sich den Vor-
teil aus seiner Überlegenheit nicht
; entgehen lassen. Da es aber nicht
a ME mehr Kapital aus der Leinenproduk-
E Ce Tabace tion herausziehen kann, weil keines
Fig. 3. mehr da ist, wird es andere Waren
aus Deutschland beziehen, in denen
dieses Land einen relativen Vorteil hat. England kann dann die Pro-
duktion solcher Waren ganz oder teilweise aufgeben und das hier-
durch freigesetzte Kapital zur weiteren Tuchproduktion verwenden.
Der Preis läge dann im Punkte S. England würde OT Deutsch-
land TS anbieten (vgl. die gestrichelte Linie).
Edgeworth schließt hieran eine Kritik. Auf die Frage,
warum Deutschland nicht seinen Tuchbedarf selbst decke, da es
durch den Handel doch keinen Gewinn mache, antwortet er: ‚It
would be for the interest of some of the producers in Germany
and some of those in England to change the direction of their pro-
ductive forces and exchange German-made linen for English-made
cloth on any terms intermediate between one of cloth to one of
linen and one of cloth to two of linen. (Wir schalten hier die Be-
merkung ein, daß damit anscheinend eine Voraussetzung gemacht
wird, die der Kostentheorie nicht entspricht, indem nämlich ange-
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