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Es ist bekannt, wie sich die Nutzentheorie durch das „Gesetz
der Grenzpaare‘“ aus der Verlegenheit hilft. Die Menge der Tausch-
parteien, die große Zahl der personalen Preise oder Wertschätzungen
soll die Situation retten. Ein unendlich kleiner Abstand, der von
der Menge der Marktbesucher abhängig ist, wird schließlich nur noch
den Marktpreis von dem Grenznutzenniveau irgendeines Markt-
besuchers trennen, so daß man mit einem gewissen Recht sagen kann,
daß der Marktpreis bestimmt sei durch das Grenznutzenniveau des
Grenzkäufers, bzw. -verkäufers oder mit anderen Worten: daß der
Marktpreis identisch sei einem Gleichgewicht von direktem Nutzen
und Kostennutzen oder von Grenznutzen und Grenzkosten.
Wie gesagt ist die Voraussetzung dieser Identität die große
Zahl der Tauschpartner. Setzen wir dafür ein anderes Wort, nämlich
freie Konkurrenz, so sehen wir, daß mit der Annahme beschränkter
Konkurrenz sich der unendlich kleine Abstand des Marktpreises
vom Grenznutzenniveau des Grenzpartners vergrößern muß; um
wieviel läßt sich nicht genau angeben, aber offenbar in irgendeinem
Verhältnis, das der Abnahme der Zahl der Marktbesucher entspricht.
Wir können also sagen: je beschränkter die Konkurrenz, um so
unbestimmter der Preis.
Wenn wir dieses Ergebnis der Nutzentheorie nunmehr ver-
gleichen mit unserer Darstellung der Theorie der internationalen
Werte, so müssen wir zugeben, daß das Preisproblem zweier Nationen
mit demjenigen zweier Individuen große Ähnlichkeit hat.
Nehmen wir einmal an, es sei dasselbe Problem und denken
wir uns zu diesem Zwecke vorläufig die Nation als personalen Tausch-
partner oder als Kaufmann, wie man auch gesagt hat.
Wir können dann in der Tat die Beobachtung machen, daß
die Beispiele Mills, in denen er die „extensibility of demand“,
die Elastizität der Nachfrage, berücksichtigt (vgl. Fig. 4, besonders
aber Fig. 5), der Tauschsituation zweier Individuen gleich sind; und
zwar in einem solchen Maße, daß nur die Terminologie besonders in
Hinsicht des Kostenbegriffs verschieden ist. In beiden Fällen bleibt
| das Problem der Preisbestimmtheit ungelöst. Die Feststellungen
in dieser Frage beschränken sich auf den Hinweis der „extensibility“
bzw. Elastizität der Nachfrage.
Fügen wir nun analog zum „Gesetz der Grenzpaare‘‘ den Mill-
schen Beispielen eine größere Anzahl von Nationen hinzu, so würde
auch das internationale Preisproblem im Sinne Mills an Bestimmt-
heit zunehmen. Mill hat auch diesen Gedanken angedeutet, obwohl
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