Full text: Probleme der Wirtschaftsgeschichte

Vorwort. B 
machergewerbes bis zum 16. Jahrh. (Freiburger Dissert. von 1922); 
A. Diestellamp, Die Entwicklung des Schneidergewerbes in Deutsch- 
land bis zum Ausgang des 16. Jahrhunderts (ebenso 1922); Grüninger. 
Das ältere deutsche Schmiedehandwerk auf dem Lande (ebenso 1924). 
Dazu H. v. Lösch, V.j.schr. f. Soz.- u. WG. Bd. 17. S. 381 ff. und 
Bd. 18, S. 410 f.; K. F. Müller a. a. O.; Sachs, Metzgergewerbe und 
Fleischversorgung der Reichsstadt Nürnberg bis zum Ende des 30jäh- 
rigen Kriegs (1922); vgl. dazu H. v. Lösch a. a. O. Bd. 18, S. 414 ff.; 
Julie Schmidt, Die Zunft der Fleischer zu Köln (Bonner Dissert. von 
1917); M. Unterhorsst, Die Kieler Kramerkompagnie (Kieler Dissert. 
von 1913); Bein, Die Leinwandweberei im Kanton Bern (Berner 
Dissert. von 1918); E. Huth, Die Wollenweberzunft in Herborn (Mar- 
burger Dissert. von 1910). Ueber Koch, Kopludegilde von Goslar (Leip- 
ziger Disssert.) s. die Kritik von Frölich, Ztschr. des histor. V.s f. Nieder- 
sachsen, Jahrg. 1915; Hansische Geschichtsblätter 1915, S. 2. L. Ricker, 
Beiträge zur Wortgeographie der deutschen Handwerkernamen, Ztschr. 
f. deutsche Mundarten Bd. 15 (1920), S. 97 ff. Ueber W. Koch, Gesch. 
der Binnenfischerei von Mitteleuropa (1925) s. meine Besprechung in 
der H. Z. (demnächst). Georg Hogen, Erwerbsordnung und Unter- 
sstütungswesen (Erlanger Dissert. von 1913): über den Zusammenhang 
der beiden Dinge bei den Zünften. Hegi, Gesch. der Zunft zur Schmiden 
in Zürich (1912). Vgl. dazu V.j.sschr. f. Soz.- u. WG. 15, S. 577 ff. 
(Nabholz) und H. Z. 126, S. 5309 ff. (G. v. Below). 
Zu Nr. VI: An meine Darlegung von der Wandlung in der Stellung 
der Gewandschneider, die seit dem 14. Jahrhundert in den großen 
Städten nicht mehr die vornehmsten Leute im Handel sind (S. 338). 
schließt sich Rörig, Der Markt von Lübeck (1922), S. 41 an. In weitern 
Arbeiten hat er m. C. eine Auffassung von der Beschränkung des Han- 
delsbetriebs auf den Großhandel vertreten, die quellenmäßig sich doch 
nicht recht begründen läßt (vgl. dazu meine Bemerkungen in der 
V.j.schr. f. Soz.- u. WG. Bd. 19). Festzustellen ist erstens, daß die Nei- 
gung zur Verbindung des Groß- mit dem Kleinhandel noch lange 
herrschend bleibt. Diese Neigung zeigt sich sogar bei einer so großen 
Handelsgesellschaft wie der „Großen Ravensburger’, wie man jett 
aus Schultes Werk ersieht. Diese Gesellschaft verzichtet auf den Klein- 
handel z. T. nur deshalb, weil sie sich zur Beschränkung auf den Groß- 
handel rechtlich gezwungen sieht. Und wie die Deutschen im Ausland 
den Kleinhandel auszuüben streben, sc auch die Fremden in Deut9sch- 
land; die „Gäste von Venedig“ in Köln (14. Jahrhundert) verzichten 
nur zwangsweise auf den Kleinhandel. Kuske, Westdeutsche Ztschr. 
Bd. 27, S. 406. Zweitens bleibt zweifellos bei der Mehrzahl der 
Firmen Groß- und Kleinhandel weit über das Mittelalter hinaus ver- 
einigt. Drittens verschiebt sich allerdings insbesondere seit dem 14. Jahr- 
hundert oft in der Firma das Verhältnis zugunsten des Großhandels,
	        
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