testiere, während in Wahrheit nur gegen die kap ita-
listis h e Verwertung des Grund und B o-
d e n s zu protestieren sei, die allein Steigerungen von
dieser unglaublichen Höhe hervorgerufen habe.
Die übersicht ist von mir zuerst in „Frei Land“ 1890
N. 2 und später in meiner Abhandlung „Wohnungnot
und Absatzkrisis“ in Conrads Jahrbüchern für National-
ökonomie und Statisstik 1893 veröffentlicht worden. Sie
ist dann auch von Adolf Damaschke und Dr. Heinrich Weh-
berg mit den von mir berechneten Mehrerträgen in ihre
Schriften aufgenommen worden. Eine Angabe, daß sie
aus meiner Abhandlung abgedruckt worden ist, hat aber
gefehlt. Jch muß den Sachverhalt deshalb hier feststellen.
N. wirkungvoll ist in den Versammlungen auch die
hübsche Rechnung gewesen, die der Schweizer Karl
Bürklin im Jahr 1881 in einer Broschüre über Arbeiter
und Bodenwert angestellt hatte. Bürklin hat darauf hin-
gewiesen, daß in Amerika der Negersklave Mann, Weib,
Kind, jung und alt, groß und klein ineinander gerechnet
400 Dollar das Stück gekostet hätten. Der Boden in den
Südstaaten, wo Sklaverei herrschte, galt damals, obgleich
er sehr fruchtbar war, viel weniger als im Norden, wo
freie Arbeit herrschte. Nachdem die Sklaven frei gewor-
den waren, war der Boden wie in Rußland seit der
Emanzipation der Leibeignen teurer geworden.
Bürklin meinte, daß das gleiche für die europäischen
Einwanderer gelte, deren zuströmen die Bodenwerte in
den Vereinigten Staaten andauernd erhöhte. Ich hatte
mir das Vergnügen gemacht festzustellen, ob das Exem-
pel auch für Berlin stimmte, wenn man den Wert der
Einwohner der Stadt auch mit 400 Dollar per Kopf ver-
ansschlage und danach den Gesamtwert des Berliner
Grund und Bodens berechnete. Es machte großen Ein-
druck, als sich ergab, daß das Exempel ungefähr stimmte.
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