halb schon nach zwei Monaten sein Amt als Herausgeber
unseres Blattes und als Vorsitzender des Bundes nie-
dergelegt.
Die Angabe, die ich in den Schriften meines Nachfol-
gers Damaschke gefunden habe, der damals dem Bunde
noch nicht angehört hat und sich ihm erst später ange-
schlossen hat, daß der Bund durch das ausscheiden Weh-
bergs siebenzig Leser verloren habe, beruht auf einer irr-
tümlichen Annahme. Wir haben die Leser nicht verloren,
weil Wehberg ausschied, sondern wegen seiner Aufsätze
und er hat deswegen die Schriftleitung und den Vorsitz
bei uns niedergelegt. Daß er sich dann dem von Stamm
gegründetem Allwohlbund angeschlossen hat, ist richtig.
Seine Abhandlung ist später in einem Buch, das sein
Sohn herausgegeben hat, abgedruckt worden.*)
An die Stelle des Vorsitzenden ist zunächst Rechtsan-
walt Dr. Do e p n er in Dortmund getreten. Die Lei-
tung unseres Blattes ist von Gottfried St off er s, der
damals Schriftleiter der Düsseldorfer Abendzeitung war,
ehrenamtlich übernommen worden und ist zu allgemeiner
Zufriedenheit bis ende 1891 in seinen Händen geblieben.
§) weitere Beschlußfassung blieb der dritten Haupt-
versammlung vorbehalten, die zum 17. August 1890
nach Berlin einberufen worden ist. Von auswärtigen
Bundesfreunden waren in der Versammlung Flürscheim,
Professor D. Fr. Staudinger, G. Stoffers, Rechtsanwalt
Kohn aus Dortmund und andere erschienen. Ferner als
Vertreter des niederländischen Bundes für Landnationa-
lisation Jan Stoffel aus Deventer, der in Holland eine
eifrige Tätigkeit entfaltet und einige vortreffliche Schrif-
ten herausgegeben hatte.**) Er ist Mitglied der zweiten
Eczizia UT zz!) Yz ssro ; gte Bodenreform im Lichte des humanistischen
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