ihn sehr interessiere. Er würde mir dankbar sein, weun
ich ihm über die Verhältnisse in Hessen und über die Höhe
der Pachten noch Angaben zu machen vermöchte.
Das ist demnächst geschehen. Der Minister hat aber
schon kurze Zeit nachher sein Amt aufgegeben und ist als
Oberprässident nach Danzig gegangen. Sein Nachfolger
im Kultusministerium wurde der bisherige Staatssekre-
tär des Reichsjusstizamtes Dr. B o s s e. Auf Vorschlag
Gauls haben wir am 30. November 1892 auch an diesen
eine Eingabe gerichtet, die im Anhang dieses Buches ab-
gedruckt worden ist. Der Minister hat uns zwar mitge-
teilt, daß er mit Interesse von unseren Vorschlägen
Kenntnis genommen habe und daß die vorgetragenen
Wünsche seinerzeit in Erwägung gezogen werden sollten.
Sein Tod hat uns auch diese Hoffnung genommen.
u lebhaften Verhandlungen haben damals die in den
ZBerliner Zeitungen veröffentlichten Prospekte eini-
ger Bergwerkgründungen geführt. Aus den
bei dieser Gelegenheit bekannt gegebenen Bilanzen hatte
sich ergeben, daß bei diesen Gesellschaften der Wert der
Grundstücke und der Gebäude, der Maschinen, Schacht-
anlagen u. s. w. zusammen nur 5% Millionen Mark be-
trug, während die Grubengerechtsamen, also die vom
Staate unentgeltlich den Entdeckern der Kohlenflöze aus-
gefertigten Mutungen als Papierwerte mit 10% Mil-
lionen Mark in die Bilanzen aufgenommen worden
waren. Da die Aktien noch zu Kursen von 120 bis 1830 v.
Hundert ausgegeben wurden, so erhöhte sich der Aufschlag,
den die Besitzer dafür gemacht hatten, auf 10/2 Mil-
lionen Mark.
Die von mir in „Frei Land“ 1890 Nr. 28 und 31 ver-
öffentlichten Ziffern sind später von Dr. Heinrich Weh-
berg in seiner Abhandlung: „Die Verstaatlichung der
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