Full text: Nationale Bodenreform

einige hundert Mark fehlten, nahm unser unvergeßlicher 
Fritz Borsstell stillschweigend das Blatt und trug darauf 
ein: Gut für den Rest, Borstell. Dr. Leo Arons hat sich 
dann beruhigt. 
Eine Einforderung der zur Deckung des Fehlbetrages 
gezeichneten Beiträge ist infolge des Entgegenkommens 
des Spenders der 1200 Mark, der gestattet hat, daß neben 
einer Anzahl von Büchern von Henry George auch an- 
dere Bodenreformschriften verschickt werden durften, er- 
freulicherweisse nicht nötig gewesen. 
AMA der Tagesordnung der Hauptversammlung vom 
6. November 1892 haben neben den geschäftlichen 
Vorlagen ein Vortrag von Adolf Damaschke über die 
Virkung des Gemeindegrundbesit es auf die 
Gemeindefinanzen und ein Vortrag von mir über 
Baugenoss ensc<aft und Wohnungfrag e ge- 
standen. Der Vortrag von Damaschke war von großer 
Bedeutung. Flürscheim hatte schon im Jahre 1887 in 
seinem Blatte um Mitteilungen über Gemeinden mit 
aroßem Grundbesitz ersucht.x) Er hatte aber die Sache 
nicht weiter verfolgt. Damaschke hatte sie in unserer 
Zeitschrift wieder aufgenommen und der Bundesvorstand 
hatte im August 1892 eine von 17 Vorsstandmitgliedern 
pnkerzeichnete Anfrage an 113 Gemeinden gerichtet, von 
enen uns bekannt geworden war, daß sie aus früherer 
Seit einen erheblichen Grundbesitz besaßen (siehe An- 
hang). Der Anfrage war ein von Damaschke entworfener 
Fragebogen beigegeben worden. Wir hatten die Ge- 
meinden um Angabe der Größe, der Art der Verwertung 
und der Verwendung der Erträge ersucht. 
Von den Gemeinden hatten 59 die erbetene Auskunft 
erteilt. Die Antworten enthielten ein reichhaltiges Ma- 
terial, und der Vortragende konnte daraus die große Be- 
*) Deutch Land 1887 S. 19. 
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