Full text: Nationale Bodenreform

sechstem Wahlkreise 45 Stimmen für mich abgegeben wor- 
den. Im viertem Wahlkreise sind die Stimmen als zer- 
splittert gezählt worden. Zusammen waren in Berlin 
257 Stimmen für uns abgegeben worden. Ich hatte ge- 
fürchtet, daß es noch weniger sein würden. Trotzdem 
konnten wir mit dem Erfolg zufrieden sein. Die Tat- 
sache, daß die Bodenreformer einen eigenen Kandidaten 
aufgestellt hatten, und daß dies wegen der ungenügenden 
wirtschaftlichen Programme alle r politischen Par- 
teien geschehen sei, war durch alle Zeitungen gegangen 
und hatte immerhin einigen Anlaß zum nachdenken ge- 
geben. 
Die Deutsche Warte in Berlin hatte es mit Freuden 
begrüßt, daß der Bund die Reichstagwahlen dazu benutzt 
hatte, seine Bestrebungen und Ziele vor der breiten 
Massse des Volkes darzulegen. Die Zeitung hatte unter 
der Üüberschrift „Es gärt“ unseren Wahlaufruf mit allen 
81 Unterschriften abgedruckt. Bei den Stichwahlen warb 
man sogar um unsere wenigen Stimmen. Der Zweck 
unseres vorgehens war also erreicht worden. Die Wahl- 
kosten haben 743,70 Mark betragen, und sind größtenteils 
durch freiwillige Beiträge gedeckt worden. 
Fiskalische Grundrtücke. 
Y- im Mai 1893 bekannt wurde, daß der Kriegsmi- 
nister in Berlin wertvolle Grundstücke, die bisher für 
Heereszwecke benutzt worden waren, veräußern wollte, 
haben wir am 25. Mai 1893 an den Kriegsminister von 
Kaltenborn-Stachau eine von mir verfaßte Ein- 
9abe gerichtet, die man im Anhang findet. 
Wir haben ihn in der Eingabe ersucht, militärfiska- 
lische Grundsîtücke, die in beträchtlicher Ausdehnung für 
andere Zwecke freigeworden seien und deren Freigabe in 
Bukunft in sehr bedeutendem Umfange zu erwarten sei, 
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