aus Berechnung oder Unversstand nur im Interesse des
mobilen Kapitals lägen (S. 146). Solche Absichten haben
Henry George trotz seines verhängnisvollen Irrtums in
der Wahl seines Mittels sicher fern gelegen und Fritsch
hat sich auch an anderer Stelle (S. 171) wieder günstiger
über ihn ausgesprochen.
Andere Teile des Buches galten der Judenfrage, wo-
bei er Flürscheim und Dr. Hertzka jüdische Plagiatoren
genannt hat (S. 188). Der letzte Teil war der Börse,
dem Differenzspiel und dem Atktienschwindel gewidmet
und es waren daran Vorschläge geknüpft, wie eine Ge-
sundung herbeizuführen sei. In seiner in deutsch-völki-
schen Kreisen sehr verbreiteten Zeitschrift hat Fritsch sich
später ähnlich ausgesprochen. Dem Bunde für Bodenbe-
sitzreform hat er nicht angehört.
9. Der Notruf der Bauhandwerker.
Der Fall Seeger.
Chen der Bauhandwerkerfrage, die uns so viel beschäftigt
. Ibatte, war inzwischen leider kein Fortgang zu ver-
zeichnen. Dr. Bosse war kurze Zeit nach den Verhand-
lungen, die wir mit ihm geführt hatten, an die Spitze des
Kultusministeriums gerufen worden. In einer auf
Wunsch des Obermeissters der Dachdecker Innung Herrn
Keller zum 24. Mai 1892 einberufenen Sitzung der Bau-
handwerker Deputation war ich ersucht worden, bei dem
Nachfolger Bosses im Reichsjustizamt Staatssekretär H a-
n auer nochmals Schritte in unserer Sache zu tun. Ich
habe ihn schon am folgendem Tage aufgesucht und habe
auf die Verhandlungen mit seinem Vorgänger bezug ge-
nommen. Ich habe ihn auf die Schutzbestimmungen im
ehemaligem Kirchenstaate aufmerksam gemacht, die in-
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