lung wurden dann Verluste von zusammen 395 140 Mk.
bei mir angemeldet. Am Schlusse der Versammlung sind
folgende Beschlüsse gefaßt worden:
1. über 1800 deutsche Bauhandwerker aller Parteien
sprechen ihr vollstes Einverständnis mit dem bisherigen vor-
gehen des deutschen Bundes für Bodenbessitzreform in der
Bauhandwerkerfrage aus. Sie fordern die Regierung auf das
dringendste auf, endlich der ehrlichen Arbeit ihr Recht zu
eben.
b 2. Die Verssammlung beauftragt den Bundesvorstand, an
die Gewerbedeputation das Ersuchen zu richten, im Interesse
des Handwerks die Unterlagen durch Umfragen zu beschaffen,
die der Justizminister als Material für die Gesetzgebung ge-
wünscht hat.
In erregter Stimmung und mit einem brausendem
Hoch auf die ehrliche Arbeit, ihr Recht und ihren Sieg
schloß die Versammlung.
Der Eindruck der Kundgebung.
[s) Eindruck, den diese Versammlung und die darüber
veröffentlichten ausführlichen Zeitungberichte mach-
ten, war ein gewaltiger. Außer den Berliner Zeitungen
brachten auch die übrigen deutschen Zeitungen Berichte
über die in der Versammlung mitgeteilten, Aufsehen er-
regenden Einzelheiten und die darin zutage getretene
Notlage der Baugewerbetreibenden. Es fam dabei über-
all die überzeugung zum Ausdruck, daß es die höchste
Beit sei, daß etwas geschehe. Die Äußerungen der Presse
zeigten auch deutlich die Teilnahme, die man unserem
vorgehen zollte.
Die Zeitung „Das Grundeigentum“ fand es aller-
dings bedauerlich, daß eine Vereinigung, deren Ziel die
Beseitigung der heutigen Rechtsordnung sei, gewisser-
maßen unter der Protektion der Regierung Erhebungen
veranstalten dürfe. Die Fachblätter der Handwerker tra-
IAH