Carl Marf el s hatte im letztem Jahr in seinem
Blatte und in unserer Zeitschrift einige Aufsätze über die
Bodenfrage veröffeutlicht. Er hatte auch eine Broschüre:
„Die wahre Ursache der schlechten Zeiten“ herausgegeben,
in der er in vortrefslicher Weise die Entstehung der Han-
delskrisen, die Arbeitlosigkeit und die schlechten Erwerb-
verhältnisse auf das Bodenmonopol zurückgeführt hatte.
Marfels hat das beste Mittel, den Grund und Boden
wieder zum Allgemeingut aller zu machen wie Henry Ge-
orge in der Aufhebung aller direkten und indirekten
Steuern gesehen. In der Besteuerung des ohne Arbeit
entstandenen Wertes des Bodens bis zur vollen Höhe
seines jährlichen Reinertrages.
Gegen die Durchführbarkeit dieses Vorschlages hat
Flürscheim die Einwände erhoben, die er schon in seinen
Schriften geltend gemacht hatte. Dr. W. Poetsch hat einer
vollen Verstaatlichung des Grund und Bodens den Vor-
zug vor der Grundsteuer gegeben. Er wollte „ganze Ar-
beit“ machen. Dr. R. J. B e >, der im Jahr 1892 eine
vortreffliche Schrift über die Erhaltung unseres Bauern-
standes veröffentlicht hatte, hat die Befreiung des Volkes
von der Herrschaft der Plutokratie als das wichtigste an-
gesehen. Ob die wirtschaftlichen Reformen dann im Sinne
von Flürscheim oder von Henry George erfolgen würden,
werde davon abhängen, welcher von beiden Reformern
den praktischen Bedürfnissen des Volkes am meisten Rech-
nung tragen werde.
Z: diesen Fragen hat damals der Dichter unseres
Bundesliedes, der Schriftsteller W. E. Ba > h a u s
in Bremen, Stellung genommen. Er hatte schon im Jahr
vorher unter dem Titel: „Allen die Erde“ (Braunschweig
1893), kritische geschichtliche Darlegungen zur sozialen Be-
wegung veröffentlicht. Er hatte darin die soziale Bewe-
gung und die Reformparteien geschildert und war für
17 Fre ese, Bodenreform ,
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