schwindler bewahrt werde und den Bürgern erhalten
bleibe.
Ich habe in meinem Vortrag daran erinnert, daß der
Garten aus dem Hopfengarten der ehemaligen kurfürst-
lichen Brauerei hervorgegangen war, und durch den
Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm im 17. Jahrhun-
dert seine jetzige Bestimmung erhalten habe. Der Garten
sei in den schwersten Tagen, die über Preußen hereinge-
brochen seien, im siebenjährigem Kriege und in der Fran-
zosenzeit, nicht veräußert worden. Als im Jahr 1763 die
Akademie der Wisssenschaften den Antrag gestellt habe, den
Garten zu verkaufen, habe Friedrich der Große es abge-
lehnt.x) Der alte Kaiser Wilhelm I. habe dort als Knabe
gern geweilt. Wenn jetzt eine Verlegung der Gewächs-
häuser und des Gartens aus Zweckmäßigkeitgründen Er-
folgen solle, als Park müsse der Garten mit seinen alten
Bäumen erhalten bleiben. Mehrere Redner haben sich in
der Versammlung in ähnlichem Sinne geäußert.
Am Schlusse hat die Versammlung eine Erklärung da-
hin angenommen, daß die städtischen Behörden mit dem
Fiskus wegen Erhaltung des Gartens zu einer billigen
Vereinbarung gelangen müßten, wobei auch eine teil-
weise Bebauung auszuschließen sei. Die Versammlung
erklärte sich gleichzeitig gegen jede fernere Veräußerung
von öffentlichem Grundbesitz an Private im Sinne der
Bestrebungen des Bundes für Bodenbesitzreform.
D): Konservative Korrespondenz und die Deutsche Ta-
geszeitung in Berlin, haben in ihren Berichten über
unsere Versammlung darauf hingewiesen, daß bei der
Anlage des Viktoria Parks im Süden der Stadt Berlin
die Häuser und die Mietpreise in dieser Gegend ganz un-
gemein in die Höhe geschnellt seien. Wenn der Botanische
Hand x. jrrHler. Dr. A. W. Jahrbuch des Kgl. Botanischen Gartens 1881.
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