men hatte sich dahin verändert, daß die Arbeiterschaft im
Jahr 1892 für die Wohnungmiete die Einnahme von
48% Tagen, 1903 dagegen von 49’/, abliefern mußte. Ein
Teil der Mieterhöhungen hatte sich aus dem steigen der
Baumaterialien und Löhne der Bauarbeiter erklären
lassen. Diese Preiserhöhungen konnten aber nur für
Neubauten gelten, nicht für alte Häuser. Alte Häuser
sind keine Raritäten, deren Wert mit dem Alter steigt.
Sie verlieren durch Abnutzung beständig an Wert. Es
gab deshalb nur eine Erklärung: Der Bodenwert und
die Grundrente waren aufs neue gestiegen. Die Gewinn-
anteile, die ich den Arbeitern meiner Fabrik gewährt
hatte, hatten im Durchschnitt 2,3 v. H. vom Lohn betragen.
Die Wohnungmieten waren im gleichem Zeitraum um
2,09 v. H. vom Einkommen gestiegen. Die Gewinnanteile
waren also bis auf einen Bruchteil in die Taschen der
Grundbesitzer gewandert.
Bei den Beamten lagen die Verhältnisse günstiger. Die
Mieten waren auch bei ihnen gestiegen, das Einkommen
aber noch mehr. Die Miete hatte im Jahr 1892 im Durch-
schnitt 16,,47 v. H. vom Einkommen betragen. Im Jahr
1903 betrug sie nur 14,94 v. H. Noch günstiger stellte sich
das Verhältnis bei mir selbst als Unternehmer. Während
meine Miete im Jahr noch 6,67 v. H. vom Einkommen
betragen hatte, war sie im Jahr 1903 auf 5,49 v. H. ÿe-
sunken.
y. Untersuchungen hatten sich auch auf die
Steuern erstreckt. Die direkten Steuern hatten
im Jahr 1892 für die Arbeiter 0,81 v. H., für die Beamten
1,89 v. H. und für mich als Unternehmer 8,49 v. H. des
Einkommens betragen. Im Jahr 1903 betrugen sie bei
den Arbeitern 0,88 v. H., bei den Beamten 1,85 v. H. und
bei mir 11,93 v. H. Die Steuerlast war also bei den Ar-
beitern etwas gestiegen, bei den Beamten etwas gesun-
JH