Die Gegner.
Cam Heer ist der Vorschlag mit Begeisterung aufge-S
nommen worden. Zahlreiche Briefe aus dem Felde
haben Zeugnis dafür abgelegt. Nur an den für die Ausführung
zuständigen Stellen in Berlin hat sie leider ganz
gefehlt. Finanzielle und rechtliche Bedenken, haben jeden
Versuch zur Tat verhindert:
Der angebornen Farbe der Entschließung
wird des Gedankens Blässse angekränkelt:
Und Unternehmungen voll Mark und Nachdruck,
durch diese Rücksicht aus der Bahn gelenkt,
verlieren so der Handlung Namen.
über die Haltung der Kriegskanzler v. B et hm a n n -
Hollweg und Michaelis, die die Heimstättenvorlage,
wenn sie Gesetz werden sollte, beim Kaiser, bei den
deutschen Regierungen und dem Reichstag zu vertreten
hatten, ist nichts bekannt geworden. Damaschke hat für
den Mißerfolg sonderbarerweisse nicht sie, sondern den
ihnen nachgeordneten ehemaligen Staatssekretär Dr.
Helfferich verantwortlich gemacht und hat ihn im
Oktober 1918 den Mann genannt,
der einmal als einer der Hauptverderber unserer Tage erkannt
werden wird.*)
Der Mann, der so schwer angegriffen worden ist, hat
bald nachher gezeigt, daß er dieses Urteil keineswegs verdient
hat. Er ist als Schöpfer der Rentenmark der Retter
Deutschlands aus tiefster Not geworden. Nach dem Inhalt
des im Herbst 1920 zwischen ihm und Damaschke geführten
Briefwechsels hat er aber die mo r al i \ < e Seite
der Frage der Kriegerheimstätten ebenso unterschätzt, wie
Damaschke die s a < l i < e n Schwierigkeiten.#*) Helfferich
war Geschäftsmann und Damaschke war auf dem Gebiet
z t? kemrcforn 1918 S. 315.
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