ren. Der Hauptausschuß hat daran weitere Vorschläge
geknüpft.*) Es ist aber nichts geschehen.
Das verrlagen der Regierung.
D Schuld dafür, daß es auch dann nicht vorwärts ge-
gangen ist, lastet, nachhem v. Bethmann-Hollweg, Mi-
c<aelis und Helfferich aus dem Reichsdiensst ausgeschie-
den waren, auf dem Reichskanzler Graf v. Hertling
und seinen Beratern. Die von ihm auf die dringenden
Vorstellungen unserer Heerführer am 20. August 1918 er-
teilte Antwort mit ihren Angriffen gegen die Heeresver-
waltung und die Bodenreformer wird in ihrer überheb-
lichkeit nur von der offen zutage tretenden Unzulänglich-
keit ihrer Verfasser übertroffen.+%)
Eine nochmalige Vorstellung Ludendorffs im Septem-
ber 1918 hat an der Haltung der Herren in Berlin nichts
zu ändern vermocht. Die letzte Hoffnung, auf diesem
Wege der englischen Flugblatt Propaganda und der Zer-
setzung des Heeres durch das landesverräterische treiben
der Sozialdemokraten entgegen zu wirken, ist damit ge-
sunken. Erst bei seiner letzten Anwesenheit im Haupt-
quartier sollen dem K ais er die Augen über die ver-
wüsstenden Wirkungen des versagens der Regierung in
der Heimsstättenfrage geöffnet worden sein. Der Kaiser
hat sofort eine Kais erliche Botschaft für ein
deutsches Heimsstättenwes en entwerfen lassen.
Damaschke, der diese Einzelheiten auf dem Bodenreform-
tag in Hamburg im September 1920 mitgeteilt hat, hat
gemeint, daß die Unterschrift unter dieses Schriftstück
wahrscheinlich die letzte gewesen sei, die der Kaiser ge-
leistet habe. Es ist zu spät gewesen!***)
*) Zeitschrift Bodenreform 1918 122. 306.
**) Jahrbuch der Bodenreform 1919 S. 26 - 33.
***) Qeitsschrift Bodenreform 1920 S. 238.
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