seinen Namen in Paris französiert hat, sind darin mehr
als 30 Seiten gewidmet worden. Damaschke hat für lange
Auszüge aus dem Schülertagebuch (!) des Agitators Platz
gehabt. Er hat der Nachwelt die Tatsache nicht vorent-
halten, daß Lassalles Flamme sich schon mit sechzehn Jah-
ren einem Liebhaber hingegeben hatte. Den Anarchisten
sind sogar 70 Seiten eingeräumt worden. Dafür ist Adolf
Wagner, den Damaschke in der Bundeszeitschrift einen
Fürsten im Reiche der Volkswirtschaft und den größten
Nationalökonomen des kaiserlichen Deutschlands genannt
hats), um so schlechter gefahren. Sein Hauptwerk,
seine „Grun dl e g ung der allgemeinen theoretischen
Volk swirtscaftlehr e“, durch die er anknüpfend
an Schäffle, Rodbertus und Lange den Versuch ge-
macht hat, anstelle des physiokratisch-Smithschen Systems
einen N e u b au zu errichten, deren Inhalt wiederzu-
geben auf Seite 19 bis 30 von mir versucht worden
ist, ist noch in der 13. Auflage (Band 1 S. 353) von Da-
maschke mit d r e i Zeilen abgefunden worden!
Adolf Wagners Schrift über die Abschaffung des pri-
vaten Grundbessitzes vom Jahre 1870 ist von Damaschke
garnicht erwähnt worden. Friedrich Albert Lang e s
bekanntes Buch über die Arbeiterfrage, des von mir auf
S. 10 bis 15 besprochen worden ist, sucht man auch ver-
gebens. Von Wilhelm R o s < e r, dem berühmtem Ver-
fasser der „Grundlagen der Nationalökonomie“, die als
Hand- und Lesebuch für Geschäftmänner und Studierende
schon im Jahr 1875 in zwölfter Auflage erschienen sind,
hat er vier Zeilen mitgeteilt, ohne das Werk zu nennen.
Die für das entstehen der Sozialdemokratie bemerkens-
werte Versammlung, in der Lassalle am 17. Mai 1863 un-
ter Vorsitz des Professors Ludwig Büchner eine vier-
stündige Rede gehalten hat, ist von Damaschke beharrlich
nach Of f en b a < a. M. verlegt worden, trotzdem Büch-
MTH zeitfchrift Bodenreform 1920 S. 253. 1922 S. 2365.
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