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Augenblick der Kapitalnachweisung als vollzogen, beglichen be-
trachten. Dadurch werden die Fremdkonten zu einer teilweisen
Quelle der Kapitalnachweisung und zu einem Zubehör der Gegen-
standsbuchhaltung in dem Sinne, daß durch die Erfüllung, die Be-
gleichung der Rechnungsverhältnisse Zahlungswerte ein- bzw. aus-
zugehen haben. Die bilanzmäßige Unterstellung der Begleichung,
wie sie auf dem Bilanzkonto zum Ausdruck kommt, bedingt auch
die Unterstellung des Eingangs bzw. Ausgangs an Zahlungswerten.
Dies formal noch besonders zum Ausdruck zu bringen, ist unnötig.
Unter den auf diese Weise für die Gegenstandsbuchhaltung und
ihren die Kapitalnachweisung ergebenden Abschluß heranzuziehen-
den Fremdkonten befindet sich auch das Unternehmerkonto.: Wir
haben uns auch dieses als durch Rückgabe des Kapitals an den Unter-
nehmer ausgeglichen zu denken, und es würden danach keine Werte
mehr vorhanden sein, wenn das Unternehmen seit der letzten Kapi-
talfeststellung nichts hinzuverdient hätte. War dies der Fall, so tritt
in den dann noch verbleibenden Werten der Kapitalzuwachs zutage,
der durch eine Leistung bewirkt wurde, deren Gegenstand in die
Gegenstandsbuchhaltung nicht aufgenommen werden konnte, weil
sie ihn jetzt erst feststellt. Das ist die Unternehmerleistung, der
Reinertrag oder die Gesamtheit der Erträgnisse des Abschlußiahres.
Hatte das Unternehmen umgekehrt mit Verlust gearbeitet, so wür-
den die vorhandenen Werte zur Auszahlung des Kapitals nicht aus-
gereicht haben, der Unternehmer hätte sich mit entsprechend
weniger an Rückzahlung begnügen müssen. Damit die Gegenstands-
buchhaltung die. Unternehmerleistung als Kapitalzuwachs ergeben
kann, muß sie vom Anlagekapital bzw. von dem Kapital zu Anfang
der Abschlußperiode ausgehen, muß die Werbungswerte der Aktiva
zugrunde legen. Wertveränderungen kennt die Buchhaltung, also
auch die Gegenstandsbuchhaltung nicht. Umbewertungen kommen
erst dann in Betracht, wenn auf dem Wege der Abschreibung das
Kapital des neuen Rechnungszeitraumes auf denjenigen Stand ge-
bracht werden soll, auf den sich die Geschäfte desselben einstellen
müssen.
Die Buchhaltung des Leistungsgegenstandes läßt sich also auf
folgendes systematische Bild zusammenfassen:
(Siehe Seite 124.)
Die Buchhaltung des Leistungsgegenstandes verfolgt jeden
Wert nach Ein- und Ausgang und liefert auf diese Weise die Verbin-
dung zwischen den Leistungen der Buchhaltung der Leistungs-
personen.
Es leuchtet ein, daß eine genau geführte Gegenstandsbuchhal-
tung die Eigenrechnung vollständig ersetzen kann, ja daß sie mehr
leistet als diese, weil sie vermittelst der Skontren tiefer in die Einzel-
heiten der Kapitalumsetzung und Kapitalveränderung eindringen
kann. Im Besonderen ist die Gegenstandsbuchhaltung durch die Er-
fassung der Arbeit nach Eingang und Ausgang der in dieser Be-
ziehung hilflosen Rechnungsbuchhaltung überlegen. Dadurch stellt