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Sache, das man nun als Werbungskonto der Sache unterscheiden
muß, gutgeschrieben zu dem der Buchhaltung des Leistungsgegen-
standes zu entnehmenden Selbstkostenwert, dem vollen Werbungs-
wert. Dieser Wert wird übertragen in das Soll eines Verkaufs-
kontos der Sache, das zugleich für den erzielten Erlös erkannt wird.
Das Werbungskonto der Sache zeigt nun in seinem Saldo den An-
Schaffungswert des Bestandes, das Verkaufskonto den Ertrag an
den verkauften Sachen.
Die Kenntnis der Zusammenhänge von Sache und Arbeit ist
besonders wichtig für die Selbstkostenberechnung der kaufmännisch-
technischen Unternehmungen, die wir jedoch nur nach allgemeinen
Gesichtspunkten behandeln können. Zur kaufmännischen Arbeit
tritt die technische, die Werkarbeit. Ihr Wert verbindet sich mit
dem Wert Sache-Stoff zum Werk, worunter wir das Endergebnis
einer technischen Tätigkeit begreifen wollen. Um den Verkaufs-
preis feststellen zu können, muß man den Herstellungswert des
Werkes kennen, wobei unter Werk auch eine Mehrheit durchaus
gleicher Werke zu verstehen ist. Es handelt sich also darum, die
Werte, die in das Werk übergegangen sind, deren Summe es dar-
stellt, rechnerisch zu erfassen. Dazu bringen wir diese Werte unter
den Gesichtspunkt des Ein- und Ausgangs. Wir geben dem Werk
ein Skontro, ein an seine Herstellung geknüpftes Betriebsskontro.
Das Werk ist zu kennzeichnen, eine Kennzeichnung, die sich auf alle
mit seiner Herstellung zusammenhängenden Aufzeichnungen er-
streckt. Den Ausgang in diesem Skontro bildet offenbar das Werk
selbst, sowie das, was als nicht verarbeitet zurückgegeben wird. Die
Stoffe, Grundstoffe, Hilfsstoffe ergeben zunächst ein Lager, das, als
Mengen-Wertskonto geführt, die benötigten Mengen an das Werk-
skontro abgibt, zumAnschaffungspreise oder zu einem Durchschnitts-
anschaffungspreis; wenn das Lager technische Arbeit verlangt, ein-
schließlich eines Anteils an dieser. In den Eingang des Werkskontros
kommt ferner die anteilige Werkarbeit. Sie zerfällt naturgemäß in
zwei Teile, in diejenige Arbeit, die sich auf das Werk unmittelbar
beziehen läßt, das sind die Löhne, weswegen wir diese Arbeit die
Lohnwerkarbeit, kurz die Lohnarbeit nennen wollen, andererseits in
die die Herstellung aller Werke zusammen betreffende Arbeit,
Raumbenutzung, Wärme, Licht, Unterhaltung der Arbeitsmittel,
Wertabgabe der letzteren, die Arbeit der höheren technischen Ange-
stellten und der Werkmeister. Zur Unterscheidung wollen wir diese
die allgemeine Werkarbeit, kurz die allgemeine Arbeit nennen. Es
wird ein Skontro der Lohnarbeit und ein Skontro der allgemeinen
Arbeit gebildet. Quellen für den Eingang sind die Lohnliste und die
Belege der Grundbuchungen. Der Eingang kann nach systematischen
Gesichtspunkten gegliedert werden. Er muß mit dem Soll der ent-
sprechenden Eigenkonten übereinstimmen. Ihre Ausgänge erhalten
die Arbeitsskontren durch die Wertabgabe an die einzelnen Werke,
rechnerisch also an deren Skontren. Hinsichtlich der Lohnarbeit ist dies
einfach, weil sich die Löhne unmittelbar aufdieWerke beziehen lassen;