Full text: Leistung und Wert

— 126_— 
die allgemeine Arbeit dagegen muß anteilsmäßig auf die Werke ver- 
teilt werden, wodurch der kalkulatorische Gesichtspunkt in die Er- 
scheinung tritt. Verlangt wird, daß die errechneten Abgaben von 
Arbeit an die einzelnen Werkskontren die Skontren der Arbeit aus- 
gleichen. Dies wird hinsichtlich des Skontros der allgemeinen Arbeit 
praktisch nicht der Fall sein; es werden sich, je nachdem die schät- 
zungsweisen Überträge auf die Werkskontren der Wirklichkeit 
mehr oder weniger entsprechen, Unterschiede zeigen, die zur Be- 
richtigung der Werkskontren Anlaß geben. Das Werkskontro muß 
einen Rechnungsträger haben, den Teilbetrieb, die Werksätte, die 
Arbeitsgruppe, den einzelnen Arbeiter. Es muß eine schriftliche 
Nachweisung gebildet werden, die die Werkaufgabe ersehen läßt, die 
empfangenen Stoffe, die Lohnarbeit, die den Anteil an der allge- 
meinen Arbeit wertmäßig einstellt, ebenso wertmäßig die unver- 
brauchten Stoffe, die dem Lager zurückgegeben werden, etwaige 
Nebenerzeugnisse, die gleichfalls an das Lager gehen, die etwa von 
der Lohnarbeit zwischendurch auf andere Werke verwandte, wo- 
nach sich der Herstellungswert des Werkes ergibt, zu dem das Werk 
abgeliefert wird, womit sich das Skontro desselben ausgleicht. Diese 
Nachweisungen zu bilden oder sie rechnerisch auszugestalten, ist 
Sache der Betriebsführung. Nun ist der Weg, auf dem wir die in das 
Werk übergehenden Werte zu verfolgen haben, nicht immer ein ein- 
heitlicher, er zerfällt vielmehr, der den Fabrikbetrieb kennzeichnen- 
den Arbeitsteilung gemäß, meist in Teilstrecken. Wir wollen sie 
Arbeitsgänge nennen. Die Arbeitsgänge können hintereinander ge- 
ordnet sein, sie können aber auch nebeneinander laufen, um einem 
Schlußarbeitsgang Teilwerke zur Verbindung zu übergeben. Auch 
auf diese Arbeitsgänge findet das Verhältnis von Eingang und Aus- 
gang Anwendung. Ein folgender Arbeitsgang empfängt vom voran- 
gehenden das Teilwerk zum Herstellungswert mit bestimmter Werk- 
aufgabe, empfängt dazu vielleicht Stoffe vom Lager, die wertmäßig 
in Eingang zu bringen sind, empfängt jedenfalls Arbeit und übergibt 
nach Vollendung der Werkaufgabe das Werk dem nächsten Arbeits- 
gang oder dem Lager der fertigen Werke. Es bedingt also der 
Arbeitsgang ein auf ihn bezogenes Teilskontro und Übertrags- 
buchungen von den Skontren der Stoffe und der Arbeit. Ob man, 
wenn ein Werk mehrere Arbeitsgänge zu durchlaufen hat, die an- 
teilige allgemeine Werkarbeit auf die einzelnen verteilen oder sie nur 
in den Eingang des letzten Arbeitsganges schreiben will, hängt davon 
ab, ob man den Wert des Teilwerkes genau erfassen will. Diese Er- 
fassung ist von Belang, wenn Teilwerke und unvollendete Werke in 
die Kapitalnachweisung aufzunehmen sind. 
Systematische Übersicht der Werkskontren: (Die Arbeits- 
gänge sind noch durch die Kennzeichnung des Werkauftrags, die sog. 
Kommissionsnummern, zu ergänzen.)
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.