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Sache, So schlägt er das Mehr auf den Verkaufspreis der letzteren.
Die, die Arbeit verkaufen, verlangen wiederum eine entsprechende
Erhöhung ihres Arbeitslohnes. Auf diese Weise hat niemand etwas
vom Schutzzoll, auch nicht der Staat, wenn der Zoll die ausländische
Ware abhält. Soweit die Zölle zu Einnahmen führen, also Finanz-
zölle sind, verliert der Staat allerdings diese Einnahme. Aber der
Entgang ist nur ein scheinbarer; durch den Wegfall des Zolls werden
die eingeführten Waren billiger; das Heer von Zollbeamten, die keine
nutzbringende Arbeit verrichten, nicht bezahlt zu werden; die Be-
völkerung ist umso besser imstande, die erforderlichen Mittel auf,
dem Wege unmittelbarer, zu kontrollierender Steuern aufzubringen.
Mit dem Wegfall der Zollschranken werden die Handelswerte des’
Erdballs allen Völkern in gleicher Weise zugänglich. Diese Öffnung
der Grenzen ist aber nur eine Maßregel; die andere muß die Be-
seitigung aller nationalen Ringe sein, die also international bestimmt
werden muß. Die Ringbildung — von ihren Kosten abgesehen —
äußert Zwang, stützt ungesunde Elemente, bringt Willkür in den
Gang des Handels, die mit seiner Entwicklung, die von allem Zwang
frei sein muß, unverträglich ist. Nur das Individuum soll das: Recht
haben, seine Kräfte frei zu entfalten, durch kein Zwangsmittel beein-
flußt, nicht gehindert, nicht begünstigt. Es soll in Wahrheit wirt-.
schaftlich ein Weltbürger sein. Auf eine solche Entwickelung scheint
der Weltkrieg hinzuweisen. Aber die Aussichten, daß es zu ihr kom-
men könnte, sind gering. Die Selbstsucht der Einzelnen, hochgradig
gesteigert auf die nationale Form, wird dem Weltstandpunkt nicht
weichen, wird nicht einsehen wollen, daß in Wahrheit Allen dadurch
geholfen würde, daß insbesondere Kriege mit ihren unseligen Folgen
nur auf diese Weise vermieden werden können. Zur Erreichung
dieses Ziels wäre eine Selbstzucht der Nationen erforderlich, zu der
die Menschheit sich wohl niemals emporschwingen wird.
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