Full text : Leistung und Wert

u
beit einen der verkauften Sache anhangenden Wert darstellt. Es ist
auch kein Konto der Erzeugung, denn ein solches müßte die Wertübergänge,
 im Haben also die sämtlichen fertiggestellten Werke zu
ihren in die Erzeugung gegebenen Werte anzeigen; statt dessen
sehen wir aber im Haben nur die verkauften Werke und diese zum
Verkaufspreise, der kaufmännische Arbeit und Unternehmerleistung
in sich schließt. Es .kann das Konto auch gar kein Konto. der Erzeugung
 sein, weil diese ein Fließendes, eine Sache des inneren Betriebes
 ist, den die Kontenführung, die sich auf Leistungen aus Geschäften
 stützt, nicht erfassen kann. Wir können uns nun in der
Weise helfen, daß wir eine innere Leistung unterstellen, indem wir,
da ja im Industriellen sich der Techniker mit dem Kaufmann vereinigt,
 den Techniker an den Kaufmann leisten lassen in dem Sinne,
daß ersterer dem letzteren die fertiggestellten Werke zu ihrem Herstellungswerte
 übergibt, also zu dem Werte, den sie als Inbegriff
der in sie übergegangenen Werbungswerte darstellen, so daß der
Techniker von diesen entlastet wird. Zum genauen Herstellungspreise
 übernimmt die Werke der Kaufmann. Dann lassen sich zwei
Konten einrichten, nämlich ein Konto der Erzeugung und ein
Konto der Erzeugnisse. Dem Konto der Erzeugung werden
die in die Erzeugung gegebenen Werte an Sache und Werkarbeit
belastet, dagegen werden ihm die fertigen und dem Verkauf übergebenen
 Werke gutgeschrieben zu ihren vom Betrieb aufgegebenen
einzelnen Herstellungswerten, wodurch sich unter der Voraussetzung,
 daß alle in die Erzeugung gegebenen Werte zu fertigen verkaufsfähigen
 Werken geworden sind, Ausgleichung ergeben muß.
In dieser Ausgleichung liegt der Wert des Erzeugungskontos, der
ein Kontrollwert ist. Soweit nun bei der Ertragsermittelung die
erwähnte Voraussetzung nicht zutrifft, indem Sachen noch nicht
verbraucht wurden und Werke noch in der Erzeugung begriffen
sind, muß sie dadurch hergestellt werden, daß die unverbrauchten
Sachen dem Lagerkonto zurückbelastet und die unfertigen Werke
mit den von ihnen aufgenommenen Werten auf dem Konto der Erzeugung
 ausgesondert und vorgetragen werden. Das andere Konto,
das der Erzeugnisse, hat den Charakter eines Warenkontos, Die zu
Waren gewordenen Werke haben ihren Einzelanschaffungspreis,
der gleich dem Herstellungswert ist. Zu ihm werden bei der Ertragsermittlung
 die unverkauften Werke ausgesondert, wonach sich
der Rohertrag aus den verkauften ergibt. Bei der Führung eines
einzigen Betriebskontos ist dieser Aussonderungswert nicht derartig
 gegeben, und es besteht die Gefahr, daß, indem der Industrielle
sich beim Verkauf von der Marktlage und dem Wettbewerb leiten
läßt, die Berechnung des Herstellungswertes erst bei der Aufnahme
der Bestände einsetzt oder auch dann nicht und daß die Feststellung
 des Herstellungswertes willkürlich und zu hoch bewirkt wird.
Dadurch wird einerseits auf dem Wege zu hoher Aussonderung der
Rohertrag der verkauften Erzeugnisse zu hoch ausgewiesen, andererseits
 wird dem Bestand an Werken ein zu hoher Buchwert
beigelegt, was ihre Verkäuflichkeit erschweren muß, sodaß sich
            
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