Full text: Leistung und Wert

4 1 = 
Da die Einstellung in die Spalten auf die Fremdpersonen be- 
zogen wird, so liegt gegenüber dem Ertrags- und dem Bilanzkonto 
der Eigenrechnung eine Umkehrung vor. 
Der Vorzug dieser Methode I liegt in der Trennung der Han- 
delswerte von dem Zahlungsverkehr. Das Handelsbuch wird in 
seinem Haben zum Einkaufsbuch, in seinem Soll zum Verkaufsbuch. 
Ferner in der Anpassung an die Eigenrechnung. Das Zahlungsbuch 
kontrolliert unmittelbar den Bestand an Zahlungsmitteln und diese 
Kontrolle kann durch Anordnung besonderer Spalten für Bar und 
Wechsel auf diese Zahlungswerte getrennt ausgedehnt werden. Als 
störend könnte die Notwendigkeit empfunden werden, die Bar- 
posten, die nicht zwei Zahlungswerte zum Gegenstand haben, in 
zwei Grundbuchungen aufzulösen. z. B. an N.N. für Miete 1500: 
Haben Mietgenuß ins Handelsbuch, Soll Mietzahlung ins Zahlungs- 
buch. Soweit es sich um Aufwandswerte handelt, kann man sie zu- 
nächst in ein Hilfsbuch eintragen, um sie in regelmäßigen Zeitab- 
ständen, z. B. monatlich, in die Grundbücher zu übertragen. 
Il. Eine andere systematische Trennung der Grundbuchungen 
scheidet die Geschäfte unter sich und zwar nach den Gegensätzen: 
Werbung und Verwertung. Ein Grundbuch nimmt die 
Zweckleistungsnahmen und Entgeltungsleistungsgaben aus Wer- 
bungsgeschäften auf (Kaufsbuch), das andere die Zweckleistungs- 
gaben und Entgeltleistungsnahmen aus Verwertungsgeschäften 
(Verkaufsbuch). Es findet hier also eine Trennung des Personen- 
kreises statt, die auf die Fremdrechnung ausgedehnt werden kann, 
so daß eine Fremdrechnung der Lieferer und eine solche der Kun- 
den entsteht. Die Fremdpersonen, die zu keiner dieser Gattungen 
gehören, müffen entweder einem der beiden genannten Grundbücher 
zugewiesen werden — am besten dem Kaufsbuch, weil es den ge- 
ringeren Verkehr hat — oder es ist ihnen, was das richtigste ist, 
ein besonderes Grundbuch anzuweisen, das den Verkehr mit der 
Bank und den Zahlungsmittelumtausch aufzunehmen hat und der 
Fremdrechnung, die sich etwa auf diesem dritten Grundbuch auf- 
baut, die Konten des Unternehmers, der Bank und sonstiger Zah- 
lungsstellen und das Konto der Wechselgläubiger liefert. Schema 
nach dieser Dreiteilung: 
Buchder Kaufsgeschäfte, der Lieferer. 
Ss H 
Lieferer Haben Handelswerte Soll M. 60.000 
5 Soll Bar Haben M. 5.000 
. Soll Tratte (Gegenposten im Buch 
der Geldkonten) 14.000 
So! Überweisung (Gegenposten 
im Buch der Geldkonten) 26.000 _ 
Handelswerte an Kassa (Barposten) 4.500 4.500 
Aufwand an Kassa 5.000 5.000 
M. 54.500 | _M. 69.500 
Saldo der Fremdrechnung der Lieferer Haben M. 15.000 
74
	        
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