Full text: Wissenschaftliches Arbeiten

Eigenschaften. Bemerkungen für die Praxis ; 
jointe A une erudition si profonde. Je n’en connais pas d’exemple aussi 
illustre, Quel est, en effet, le savant qui, vaincu dans la discussion, 
a jamais eu le courage de l’avouer et de proclamer publiquement sa 
defaite? Vous le faites, au delä de tout ce qu'on peut dire, et il ne 
vous suffit pas d’6tre le premier par la science, vous voulez l'etre 
encore par la modestie. Mais loin de moi, de m’enorgueillir de mon 
succes; je prefererais 6tre l’auteur de cetie lettre si humble, plutöt 
que de concevoir une vaine gloire pour mon ouvrage. Priez Dieu qu'il 
accorde A moi qui cherche ä vous imiter dans la science, d’ @tre digne 
de vous suivre aussi dans les voies de l’humilite chretienne“, 
32. Bemerkungen für die Praxis. 1. Das erste 
bei jeder Kritik muß eine sorgfältige Lektüre der 
Schrift sein, die zu beurteilen ist. Stellt sich dabei heraus, 
daß dieselbe ihrem Inhalte nach dem eigenen Arbeitsfelde 
zu ferne liegt, so ist es besser, von vorneherein seine In- 
kompetenz zu erklären und die Kritik abzulehnen, als sich 
durch ein falsches oder zweifelhaftes Urteil zu kompromit- 
tieren und das Urteil anderer irre zu leiten. Kann man 
trotzdem aus triftigen Gründen eine Besprechung nicht ab- 
lehnen, so wird es in einem solchen Falle das beste sein, 
sich auf eine objektive Berichterstattung zu beschränken. 
9. Kann man die Kritik übernehmen, so muß man 
sich das Material dazu durch kurze Notizen bei 
der Lektüre des Werkes sammeln. Auch hier ge- 
nügen wie ‚bei der Berichterstattung zunächst möglichst 
kurze Angaben eines Schlagwortes nebst Seite und Zeile, 
ohne zeitraubende längere Exzerpte. Man kann dabei entwe- 
der der Reihe nach notieren, was einem auffällt, indem man 
auf einem Blatt Papier die einzelnen Bemerkungen unter- 
einander stellt und zu beiden Seiten einen genügenden 
Raum für die zur Gruppierung notwendigen Noten frei läßt; 
oder man vereinigt schon gleich bei der Lektüre die zu- 
sammengehörigen Notizen unter einige allgemeine Gruppen, 
die sich leicht von selbst ergeben. So werden jene Stellen 
und Abschnitte, welche besonders gut scheinen und durch 
ihren Inhalt tieferen Eindruck machen, leicht zu einer 
Gruppe zusammengestellt werden können, und ebenso 
jene, welche durch eine schöne Form der Darstellung be- 
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