Gesichtspunkte für die Wahl des Themas =
Forschungen, größere Studienreisen und gegebenen
Falls ein längerer Aufenthalt in fremden Orten und
Ländern möglich sein werden. Die verschiedene Lage der
Verhältnisse ist in der Regel von entscheidendem Einflusse
auf. die Bestimmung des Gegenstandes der Arbeit im allgemeinen.
wie im besonderen. Wer infolge seiner beruflichen
Wirksamkeit oder aus anderen Gründen derartige
ausgedehnte Forschungen nicht anstellen. kann, ist damit
noch lange nicht von wissenschaftlicher Arbeit ausgeschlossen.
Er muß sich aber notwendig sein Arbeitsgebiet
ganz anders wählen als jener, dem die Verhältnisse solche
Studien ermöglichen.
3. Die genannten beiden Gesichtspunkte berücksichtigen
mehr die allgemeinen Voraussetzungen für eine gute Wahl
des Themas... Wenn wir dieser Wahl selbst etwas näher
treten, so dürfte als erste.Regel wohl zu gelten haben, daß
der Gegenstand einer wissenschaftlichen Arbeit weder zu
allgemein gehalten noch zu eng begrenzt
sein darf.
a) Bei zu allgemeiner Fassung des Themas droht eine
doppelte Gefahr: oberflächliche Arbeit oder unnütze Kraftvergeudung.
Wenn das Ackerfeld für einen einzelnen Arbeiter
zu groß ist, wird er kaum zu einem tiefen Umgraben
kommen. Er wird sich gar leicht nach Art des
palästinischen Fellach .damit begnügen, nur seicht die
oberste Erdschichte zu lockern. Wollte er trotzdem jeden
Fleck des ganzen großen Feldes allein tief und gründlich
umgraben, so würde die Zeit der Aussaat längst vorüber
sein, bevor er seine Arbeit zu Ende geführt hätte, und all
seine Anstrengung wäre umsonst gewesen. Auf dem unermeßlich
großen Felde des Wissens reicht Kraft und Zeit
des einzelnen bei gründlicher Arbeit nur für einen verhältnismäßig
kleinen Teil aus. Auf dem weiten Feld nur
oberflächliche Fellachenarbeit zu leisten, ist nicht ernster
Anstrengung wert.
b) Doch auch zu große Beschränkung ist vom Übel.
Immer wieder auf dem gleichen Punkt den Spaten ein-1{F
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