Kollektaneen
doch mit Tintenstift. Man würde sonst bei längerem Auf-
bewahren vielleicht üble Erfahrungen hinsichtlich der Les-
barkeit der gesammelten Notizen machen.
3. Die Rücksicht auf leichtere Lesbarkeit und Über-
sichtlichkeit läßt es auch ratsam erscheinen, wenigstens
das Schlagwort stets in Kurrentschrift und nicht steno-
graphisch zu notieren und es durch Unterstreichung hervor-
zuheben. Ebenso sollten Eigennamen, fremdsprachige Aus-
drücke, einzelne wichtige Punkte eher kurrent als steno-
graphisch geschrieben werden.
4. Es ist sehr zu empfehlen, die Zettel stets nur auf
einer Seite zu beschreiben und nur für eine Notiz
zu verwenden. Eine Ausnahnu.e für den letzteren Punkt
würde für gewöhnlich nur dann eintreten, wenn unmittel-
bar nacheinander zwei Bemerkungen über den gleichen
Gegenstand aufzuzeichnen wären, die dann per modum
unius auf demselben Zettel vereinigt werden könnten. Ist
aber der Zettel einmal in die Sammlung eingereiht worden,
so sollte er in der Regel behufs Nachtragung einer neuen
Notiz nicht wieder hervorgesucht werden. Man spart Zeit
und Mühe, wenn man frisch für jede neue Notiz einen
neuen Zettel nimmt.
5. Zum gleichen Zweck der Ersparung von Zeit und
Arbeit wird man gut daran tun, wenn man ‚die neu hin-
zukommenden Zettel nicht jedes einzelne Mal an dem ihnen
zukommenden Platz der Sammlung unterbringt, sondern
die Einreihung nur ein oder zweimal in der
Woche für alle neuen Zettel gemeinsam vor-
nimmt. Durch einen etwas überstehenden, vielleicht auch
anders gefärbten Karton lassen sich die noch nicht ein-
geordneten‘ Zettel leicht von den übrigen scheiden, wenn
man es nicht vorzieht, dieselben zusammen an einem ge-
sonderten Platze vorläufig aufzubewahren. Wem . keine
Fahnen- und Staffelkarten für die Absonderung zur Verfü-
gung stehen, erreicht denselben Zweck auf eine sehr einfache
Weise, indem er einen Karton von der gleichen Größe wie
die gewöhnlichen Zettel mit der Schmalseite als Basis auf-
1892