Bemerkungen für die Praxis 3
stellt, so daß er die auf ihrer Längsseite stehenden Zettel
um einige Zentimeter überragt.
6. Auf die gleiche sehr einfache Weise lassen sich auch
die Zettelreihen in beliebig viele Gruppen und
Unterabteilungen zerlegen. Der überragende Rand
dieser quer gestellten Kartons bietet gleichzeitig den ge-
eigneten Raum für die Angabe des allgemeinen Gruppen-
schlagwortes und die Bezeichnung der Unterabteilungen
Mit den Leit- und Staffelkarten der Kartothek können na-
türlich ebenfalls die verschiedensten chronologischen, alpha-
betischen und sachlichen Gruppierungen leicht kenntlich
gemacht werden.
7. Es ist keineswegs schon alles getan, wenn man eine
recht große „silva rerum“ zusammengebracht hat. Man
muß auch mit seinen Schätzen möglichst vertraut sein, um
sie bei gegebener Gelegenheit nützlich verwenden zu können.
Deshalb ist es ratsam, seine Kollektaneen von Zeit
zu Zeit aufmerksam zu durchmustern und zugleich
die Ordnung der Gruppen und Zettel zu kontrollieren. Man
frischt so das Gedächtnis wieder auf, bessert hie und da
einen Ordnungsfehler und freut sich der mühsam erworbe-
nen Schätze.
Es bedarf wohl kaum der Bemerkung, daß es auch für die rich-
tige Anlage der Kollektaneen, wie für alle übrigen Teile des wissen-
schaftlichen Arbeitens, namentlich bei den ersten Schritten von großer
Bedeutung ist, sich den Rat und die Leitung eines erfahrenen Mannes
zunutze machen zu können. Es gilt dies insbesondere von Spezial-
studien auf gewissen Gebieten, wo der Anfänger sich allein nur schwer
zurechtfindet.
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