Das Verständnis der Quellen
Fünfzehntes Kapitel
Das Verständnis der Quellen
Vgl. die Ausführungen und Literaturangaben über Hermeneutik
in: Aug. Boeckh, Enzyklopädie und Methodologie der philolog. Wissen-
schaften (°hg. v. R. Klußmann. Leipzig 1886) 79—168; K. R. Hagen-
bach, Enzyklopädie und Methodologie der theolog. Wissenschaften
("Leipzig 1889) 180—3. 214—6; Ad. Tobler in: Grundriß der roman.
Philologie von Aust. Gröber 1 (*Straßburg 1904—06) 319 f. 346—60;
Friedr. Blass in: Handbuch der klass. Altertumswissenschaft von
Twan Müller 1 (?München 1892) 149—9248; Heinr. Kihn, Enzyklopädie
und Methodologie der Theologie (Freiburg 1892) 164—95; Herm. Paul
in: Grundriß der german. Philologie von Herm. Paul 1 (*Straßburg
1901) 178—84,
Vgl. ferner Ch. de Smedt, Principes de la critique historique
(Liege 1883) 99—116; Rud, Cornely, Historica et eritica Introductio in
U. T. libros sacros 1 (*Parisiis 1894) 535—616; Steph. Szekely, Herme-
neutica biblica generalis. Friburgi 1902 (Literatur p. 17—27); Ernst
Bernheim, Lehrbuch der histor. Methode (°Leipzig 1908) 562—776. —
Auch die meisten Handbücher der biblischen Hermeneutik behandeln
die einschlägigen Fragen.
56. Kinleitendes. 1. Je nach der verschiedenen Be-
schaffenheit der Quellen wird auch die geistige Arbeit zur
Erlangung des richtigen Verständnisses derselben verschie-
den sein. So steht z. B. der Geschichtsforscher ganz anders
den Überresten gegenüber als den Denkmälern von Sprache
und Schrift in der Tradition. Jene können ihn zur Er-
kenntnis historischer Tatsachen führen, indem er aus ihnen
Dasein, Tätigkeit und Zustände früherer Geschlechter zu
erschließen sucht; bei diesen wird ihn das Zeugnis der
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