Full text: Wissenschaftliches Arbeiten

i Das Verständnis der Quellen 
indo-arische Philologie, W. Geiger und E. Kuhn für die iranische 
Philologie u. a. Für die hiblische Philologie finden sich die 
wichtigsten Hilfsmittel zusammengestelt bei Hagenbach, Encyklopädie '* 
196 — 201; Kihn, Encyklopädie 103—20; Cornely, Introductio 1° 579—81; 
Seckely, Hermeneutica 90—5; es kommen hiezu die neuen Wörterbücher 
des neutestamentlichen Griechisch von .E, Preuschen und Fr, Zorell 
(Paris 1911) und die neutestamentlichen Grammatiken von Winer, Bee- 
len, Moulton und Blass. — Über das hellenistische Griechisch 
ist besonders zu vergleichen der Artikel von Adolf Deissmann (mit 
ausführlicher Bibliographie) in: Realenzyklopädie für prot. Theologie 
und Kirche* 7 (Leipzig 1899) 627—39. — Für die Kenntnis des spä- 
teren Griechisch sind wichtig: Henricus Stephanus (Henri Estienne), 
Thesaurus linguae graecae, Paris 1835—-56; Charles du Fresne Sieur 
du Cange, Glossarium ad scriptores mediae et infimae graecitatis. 
Lyon 1688; E. A. Sophocles, .Greek Lexicon of the roman and by- 
zantine periods (from B. C. 146 to A. D. 1100). New York und Leip- 
zig 1888; Henr. van Herwerden, Lexicon Graecum suppletorium et dia- 
lecticum. *Lugduni Bat. 1910; ferner die Lexika von Bailly, Liddell- 
Scott, Passow, Pape u. a. — Für das spätere Latein leisten gute 
Dienste: Du Cange, Glossarium ad seriptores mediae et infimae latini- 
tatis. Niort 1883—87; L. Dieffenbach, Glossarium latino-germanicum 
mediae et infimae aetatis. Francofurti 1857; Aegid. Forcellini, Totius 
latinitatis lexicon, auctum ... cura et studio Vinc de Vit. Prati 
1858—77; C. Paucker, Supplementum lexicorum latinorum 1, Berlin 
1858; die Lexica von Freund, Georges u. a. Der „Thesauruslinguae 
latinae“, der von den vereinigten Akademien von Berlin, Göttingen, 
Leipzig, München und Wien herausgegeben wird und i. J. 1900 zu 
erscheinen begonnen hat, umfaßt den Wortschatz der lateinischen 
Schriftsteller, Inschriften und Glossare bis zum Ende des 6. Jahrhun- 
derts n. Chr. — Von deutschen Wörterbüchern seien genannt: 
Jakob und Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch (wird fortgesetzt 
unter Leitung von M. Heyne); M. Heyne, Deutsches Wörterbuch, 
3 Bde. ’Leipzig 1905 f.; M. Lexer, Mittelhochdeutsches Handwörter- 
buch, 3 Bde. Leipzig 1872—78 (Auszug daraus im 1 Bd. *1885); 
K. Schiller und A. Lübben, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, 6 Bde, 
Leipzig 1876—81 (Auszug daraus im 1 Bd. 1888). — Weitere biblio- 
graphische Notizen vgl. bei Bernheim® 286—9. 
Übrigens bleibt das Hauptmittel für das Studium des Sprach- 
gehrauches, namentlich bei weniger bearbeiteten Perioden und Autoren, 
das eigene Lesen und Vergleichen der Schriften, die der gleichen Zeit 
und Art angehören oder ihr nahe stehen. Übersetzungen können dabei 
zwar gute Dienste leisten, sollen uns aber nur den Weg zum Original 
zeigen, nicht das Original ersetzen. Ebensowenig dürfen wir uns einfach 
mit der Angabe eines Wörterbuches begnügen. Auch diese unentbehr- 
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