Die Darstellung: Vorbemerkungen
Vierter Abschnitt
Die Darstellung
Vgl. E. Bernheim, Lehrbuch der hist. Methode® 777—98; Lan-
glois-Seignobos, Introduction aux etudes historiques® 256—73.
71. Vorbemerkungen. Nach der Sammlung und
Verarbeitung des Stoffes erübrigt die schriftliche Ausfüh-
rung der entworfenen Disposition, die wir mit dem Namen
„Darstellung“ bezeichnen. Sie hat die Zusammenfassung
der Ergebnisse und Beweisgründe unserer wissenschaft-
lichen Arbeit zum Gegenstand. Ihr Ziel ist für gewöhnlich
die Mitteilung dieser Beweise und Resultate an andere.
Wir haben uns hier mit der Darstellung nicht vom
Standpunkt der Stilistik und Rhetorik zu beschäftigen,
wenn es auch nicht unnütz sein mag, an einige Regeln
derselben kurz zu erinnern. Unser Augenmerk muß aber
hauptsächlich auf die Anforderungen gerichtet sein, die der
wissenschaftliche Charakter der Arbeit auch hinsichtlich
der Darstellung zu stellen berechtigt ist. Wir können diese
Anforderungen in zwei Gruppen zusammenfassen: allge-
meine und besondere. Die ersteren betreffen teils die
sprachliche Seite, teils den Inhalt; die letzteren beziehen
sich auf gewisse äußere Punkte, die bei der wissenschaft-
lichen Darstellung nach allgemein üblichem Brauche zu
beachten sind.
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