Das Manuskript ©
3. Die Schrift muß vor allem klar und deutlich
sein. Einer Begründung sollte diese selbstverständliche
Forderung überhaupt nicht bedürfen. Die Drucklegung gibt
aber noch einen unmittelbar einleuchtenden Grund an die
Hand im 8 36 des „Deutschen Buchdrucker-Tarifs“: „Für
schwer leserliches, ungeordnetes oder durch Korrekturen
(Streichungen, Einschaltungen usw.) erschwertes Manuskript
ist der Setzer besonders zu entschädigen“.
Einen anderen praktischen Grund gibt O0. Stählin an:
„Undeutliche Schrift verursacht Druckfehler, und je mehr
Druckfehler beim ersten Druck gemacht werden, desto mehr
bleiben auch stehen; je weniger Druckfehler von vorne-
herein entstanden sind, desto weniger entgehen der Kor-
rektur.“!)
4. Man versäume nicht, einen genügenden Rand
und einen angemessenen Abstand zwischen den Zeilen
frei zu lassen. Für die leichtere Lesbarkeit des ganzen
Manuskriptes und für notwendige kleinere Berichtigungen
und Bemerkungen ist die Befolgung dieser Vorschrift von
großer Bedeutung.
5, Mit besonderer Sorgfalt sind die vorkommenden
Eigennamen zu schreiben. Es ist ratsam, dieselben in
doppelter Schrift (lateinisch und deutsch) einmal im Text
und einmal über der Zeile oder am Rande klar anzugeben.
Im Druck empfiehlt es sich, die Eigennamen der zitierten
Autoren durch Kursiv- oder Sperr- oder kleinen Majuskel-
druck (Kapitälchensatz) hervorzuheben.
Ebenso müssen die Zitate, namentlich wenn sie
fremdsprachige Texte enthalten, mit großer Klarheit und
Genauigkeit geschrieben werden.
6. Berichtigungen und Zusätze geringeren Um-
fanges können leicht zwischen den Zeilen oder am Rande
Platz finden; es ist nur darauf zu achten, daß die Stelle,
wo sie im Text einzusetzen sind, durch Zeichen oder Ziffern,
vielleicht auch mit dem Rot- oder Blaustift, deutlich kennt-
') 0. Stählin, Editionstechnik 408.
279